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Augenringe loswerden – Behandlungsmethoden, Tipps & Tricks

Augenringe – ein Laster unserer Zeit

Stress, Schlafmangel oder falsche Ernährung – nichts verrät unseren Gesundheitszustand und unseren Lebenswandel so deutlich wie unsere Augen.

Dabei gelten insbesondere Augenringe und Tränensäcke als Zeichen von Avitalität oder Krankheit. Denn insbesondere Augenringe lassen Menschen müde, alt und krank aussehen. Augenringe begleiten viele Menschen. Doch in den meisten Fällen sind die dunklen Schatten um die Augenhöhlen nur ein kosmetisches und kein physisches Problem.

Die sogenannte Halonierung kann die gesamte Augenhöhle betreffen, meist ist die Verfärbung der Haut jedoch unterhalb des Augapfels am auffälligsten. Die Schattierungen reichen von blau über lila bis hin zu grau oder braun. Oftmals gehen Augenringe auch mit Tränensäcken einher und lassen die Person dann nicht nur müde und krank, sondern auch verquollen und geschwächt aussehen. Doch wir wünschen uns einen frischen, vitalen, jungen und lebendigen Gesichtsausdruck. Daher möchten viele Menschen die Augenringe ursächlich oder symptomatisch behandeln.

Augenringe sind nicht gleich Tränensäcke

Tränensäcke sind ein Zeichen der Hautalterung und haben nichts, wie der Name vermuten lassen würde, mit Tränen oder Tränendrüsen gemein.

Vielmehr erschlafft die Gewebestruktur der oberen Hautschicht, sodass sie durchlässig und vulnerabel wird. Infolgedessen können einzelne Bindegewebs- und Fettzellen aus der Dermis und der Subkutis in die Epidermis wandern und sich dort ablagern. Die Epidermis ist jedoch nicht dafür ausgelegt, diese Zellen zu beherbergen, sodass sich diese Hautschicht überdehnt. Die Folge ist ein Areal geschwollener und glänzender Haut. Warum vor allem die unteren Augenlider häufig betroffen sind, liegt auf der Hand: Die Hautschichten unter den Augen sind extrem dünn und daher dem Hautalterungsprozess früher unterworfen. Doch auch Schlafmangel und Stress begünstigen die Entstehung von Tränensäcken, da diese Komponenten ebenso die Zellregeneration und Zellreproduktion negativ beeinflussen wie das Alter.

Im Gegensatz zu Augenringen sind Tränensäcke also immer als Zeichen eines ungesunden Lebensstils zu sehen.

Wie entstehen Augenringe?

Augenringe entstehen entweder aufgrund einer Hyperpigmentierung oder durch eine Pergamenthaut im Bereich der Augen.

Beide Ursachen haben ihren Ursprung in der Haut. Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Die drei Schichten sind hauchdünn, gehen ineinander über und übernehmen verschiedene Aufgaben. So ist die oberste Hautschicht für die Struktur, Festigkeit und Abwehr verantwortlich. Wenn in der Epidermis ausreichend Keratine und Lipide gebildet werden, können Mikroorganismen abgewehrt und Feuchtigkeit in der Haut gebunden werden. Die mittlere Schicht ist eine Ansammlung von Bindegewebszellen, die Wasser binden und sich dadurch ausdehnen können. Infolgedessen wird das Volumen der Haut aufrecht erhalten und Falten minimiert. Außerdem liegen in der Dermis sogenannte Melanine. Diese braunen, schwarzen, gelben oder roten Pigmente bewirken die Färbung der Haut. Zudem ist diese Schicht der Haut bereits von zahlreichen Blutgefäßen durchzogen, die jede einzelne Zelle mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Die untere Schicht stellt eine Fettschicht dar und verleiht der Haut Fülle und Frische. Doch auch für die Isolation und zur Polsterung sind die Fettzellen der Subkutis unentbehrlich.

Hyperpigmentierung des Lidbereiches

Einige Menschen lagern in bestimmten Arealen der Haut übermäßig Melanine ab. Infolgedessen erscheint die Haut dort dunkler. Diese sogenannte Hyperpigmentierung kann sich im Bereich der Augen als blauer oder grauer Schimmer manifestieren. Hyperpigmentierungen können Ausdruck zu häufiger Sonneneinwirkung sein. Denn bereits 20 Minuten ungeschützte UV-Einstrahlung erhöht die Wahrscheinlichkeit unerwünschter Melasmen oder Melaninablagerungen.

Doch auch Erkrankungen der Haut wie Neurodermitis oder Kontaktekzeme hinterlassen nach Abheilen oftmals eine hyperpigmentierte Haut.

Ebenso fördern bestimmte Medikamente, ob lokal oder systemisch, Augenringe oder Tränensäcke.

In vielen Fällen ist die Hyperpigmentierung jedoch auch erblich bedingt. Vor allem in Verbindung mit Hormonschwankungen, also während einer Schwangerschaft, in der Pubertät oder nach dem Klimakterium sind Melaninablagerungen häufig zu beobachten.

Nicht selten manifestieren sich dann neben Melasmen auf den Jochbeinen oder auf dem Nasenrücken auch melaninbedingte Augenringe, ohne eine zugrundeliegende Erkrankung. Wenn Sie in Ihrer Familie mehrere Angehörige mit Augenringen finden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese auch bei Ihnen ohne pathologische Ursache auftreten.

Pergamenthaut: Dünne Haut unter den Augen

Die Muskeln, welche für die Bewegung der Augen verantwortlich sind, umkreisen den Augapfel. Der sogenannte Musculus orbicularis ori wird von verschiedenen Blutgefäßen versorgt. Diese Gefäße können bei sehr dünner Haut durchschimmern. Wenn die Haut sehr dünn ist, spricht man von einer Pergamenthaut.

Das bedeutet, dass die einzelnen Hautschichten zwar ihre Funktionen erfüllen, jedoch weitaus weniger Struktur aufweisen und dünner, spannungsloser und verletzungsanfälliger sind. Grund für diese Art der Zellveränderung ist die eingeschränkte Zellreproduktion und Zellregeneration. Infolgedessen ist der Aufbau von Kollagen und Elastin verlangsamt, die Produktion von Talg sinkt und die Bindung von Wasser erliegt.

Verschiedene Erkrankungen oder Therapien wie auch das Alter und UV-Strahlung können die Entstehung von Pergamenthaut begünstigen.

Wenn die Haut infraorbital dünn ist, scheinen also die muskelversorgenden Blutgefäße durch und lassen den Bereich unter den Augen dunkel als Augenringe erscheinen. Ein weiterer Nachteil der infraorbitalen Pergamenthaut ist die verstärkt einfallende Tränenrinne. Dieser Bereich des Unterlids wirft dann Schatten auf die Haut und verstärkt den Effekt der Augenringe.

Da vor allem bei schlanken oder hellhäutigen Menschen die Haut des Unterlides stark verdünnt sein kann, neigen diese Personen auch häufiger zu Augenringen. Oftmals erscheinen auch bei Schlafmangel kurzzeitig Augenringe.

Das liegt daran, dass wenig Schlaf zu Sauerstoffarmut führt. Sauerstoffarmes Blut wirkt dunkler und kann daher bei Pergamenthaut durch das deutliche Schimmern zu kurzzeitigen Augenringen führen.

Welche Arten von Augenringen gibt es?

Ob die Augenringe nur gefärbt oder auch geschwollen sind, ob vorübergehend oder dauerhaft, oberflächlich oder tiefliegend – Augenringe entsprechen nicht dem Bild von Schönheit, Vitalität und Gesundheit der heutigen Zeit. Daher lohnt es sich, den Ursachen auf den Grund zu gehen und diese anschließend zu beheben.

Dunkle Augenringe lassen häufig Rückschlüsse auf organische Ursachen erkennen, rote Augenringe sprechen vielmehr für Hyperpigmentierungen, blaue Augenringe oder lila Augenringe sind eher Ausdruck von Pergamenthaut. Geschwollene Augenringe und dicke Augenringe haben ihre Ursachen meist in einem unsteten Lebenswandel während tiefe Augenringe eher für ungesunde oder mangelnde Ernährung sprechen.

Lesen Sie weiter und erfahren Sie alles Wissenswerte über mögliche Ursachen von Augenringen.

Mögliche Ursachen und Erkrankungen

Augenringe können einfach erblich bedingt und völlig harmlos sein. Das trifft in den meisten Fällen zu.

Wenn zusätzliche Faktoren wie Flüssigkeitsmangel oder wenig Schlaf hinzu kommen, so treten Augenringe gehäuft zu Tage und haben keinerlei Krankheitswert. Diese können jedoch mit einfachen Mitteln kaschiert und reduziert werden, sodass Sie bald wieder strahlende Augen haben.

Augenringe sind manchmal aber auch Ausdruck einer Dysfunktion oder Fehlregulation der Hormone, der Organe oder des Nährstoffhaushaltes.

So bilden sich besonders häufig Augenringe, wenn die Sauerstoffversorgung der Gefäße beeinträchtigt ist, was beispielsweise durch Rauchen, Alkohol oder Fehlernährung bedingt wird. Auch zu wenig Eisen oder fehlende Vitamine rufen Schattierungen unter den Augen hervor. Oftmals gehen diese dann mit Müdigkeit oder Konzentrationsproblemen einher. Auch Ausschläge oder Entzündungen der Haut, welche durch Allergene hervorgerufen und durch Reiben verstärkt werden, hinterlassen Augenringe. Nicht zuletzt führen Umweltgifte oder verschiedene Inhaltsstoffe in Cremes zu vermehrten Pigmenteinlagerungen im Bereich der Augen und wirken schattierend. Wenn Sie all diese Faktoren für sich ausschließen können, kann eine Erkrankung der Niere, Nebenniere oder Schilddrüse auch für Ihre Augenringe verantwortlich sein. Auch wenn eine organische Ursache extrem selten ist, muss dies dann unbedingt ärztlich abgeklärt und behandelt werden.

Augenringe loswerden mit einfachen Mitteln

Augenringe, ob vorübergehend oder dauerhaft müssen aber nicht beeinträchtigend sein. Denn selbst kleine Tricks verhelfen zu einem strahlenden Blick.

Erfahren Sie mehr und lesen Sie alles Wichtige zum Thema „Augenringe loswerden“.

Hausmittel und Phytotherapie

Ob in Frauenzeitschriften oder Hausmagazinen – die Liste der möglichen Hausmittel ist lang.

Doch nicht alle eignen sich zur Behandlung von Augenringen.

Einige sind sogar schädlich, andere führen nur bei bestimmten Ursachen zu einen Benefit.

Prinzipiell ist es sinnvoll, dem Körper ausreichend Flüssigkeit zu geben.

So sind die Blutgefäße besser gefüllt und können die Zellen mit Wasser versorgen. Das erhält das Gewebe straff und dick und die Gefäße scheinen heller. Insbesondere bei Menschen mit Pergamenthaut ist dies förderlich, da die Ursache der durchschimmernden Gefäße verringert wird.

Auch die Auflage kalter Gegenstände wie Cool-Packs oder gefrierkalte Teelöffel verhelfen zu kurzzeitiger Linderung.

Denn durch die sogenannte Kryotherapie verengen sich die Gefäße und scheinen weniger durch. Wenn allerdings eine Hyperpigmentierung zugrunde liegt, ist diese Maßnahme allenfalls dann sinnvoll, wenn die Augenringe auch von Tränensäcken begleitet werden. Denn eine Hyperpigmentierung kann durch die Einschränkung und Wiederanregung der Durchblutung nicht verringert werden.

Auch die Phytotherapie kennt einige Tricks zur Behandlung von Augenringen. Auflagen aus Gurkenscheiben, Augenmasken mit Quark oder die Applikation von Teebeuteln mit Kamille oder Koffein sind seit mehreren Jahren bekannt.

Doch wie bei allen Naturheilmitteln ist auch hier Vorsicht geboten: Denn Allergien gegen einzelne Inhaltsstoffe können zu schweren Reizungen der Haut und der Augen führen und die Augenringe verstärken. Deshalb sollten diese Maßnahmen nur angewandt werden, wenn keine Allergien gegen Eiweiß, Kamille oder ähnlichem bekannt ist. Es ist zudem sinnvoll, nur Produkte in Bio-Qualität zu wählen, um den Kontakt mit chemischen und ätzenden Substanzen aus Spritzmitteln oder Düngern zu vermeiden.

Vitamine und Schüsslersalze

Die wichtigsten Vitamine gegen Augenringe sind Vitamin A und C.

Vitamin A ist auch als Retinol bekannt und essentiell für die Hautstruktur. Unter anderem regt Vitamin A die Bildung von Fibroblasten an. Diese wiederum initiieren die Bildung von Kollagen und Elastin, wie auch von Hyaluronsäure. Daher gilt Vitamin A als wichtiger Baustein für die stabile Struktur, die dynamische Elastizität und die strahlende Frische der Haut. Vitamin A ist besonders in rotem Gemüse enthalten. Dieses muss allerdings für die Synthese des Vitamins mit Fett verzehrt werden, da es sonst ungenutzt wieder ausgeschieden wird. Cremes mit Vitamin A müssen nachts appliziert werden, da UV-A- und UV-B-Strahlung die Wirkung des Retinols aufhebt. Vitamin C ist an nahezu allen Funktionen des menschlichen Körpers beteiligt, so auch bei der Zellregeneration, der Zellerneuerung und der Zellreparatur in der Haut. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C gewährleistet die optimale Zellernährung und verlangsamt die Hautalterung. Denn neben der Festigkeit, der Ebenheit und der Aufhellung der Haut eliminiert Vitamin C auch freie Radikale, die die Hautalterung und damit die Hyperpigmentierung und die Entstehung einer Pergamenthaut begünstigen. Vitamin C ist in nahezu allen Obst- und Gemüsesorten enthalten und kann nicht übermäßig zugeführt werden. Es sind auch Gesichtscremes mit Vitamin C erhältlich.

Auch spezielle Schüsslersalze können Augenringe reduzieren.

Hierfür muss allerdings die Einnahme über eine längere Zeit garantiert werden. Wenn Sie Schüsslersalze zur Behandlung Ihrer Augenringe in Erwägung ziehen, so lassen Sie sich dazu in einer Apotheke beraten.

Cremes und Öle

Diverse Anbieter aus der Kosmetik- und Pflegebranche offerieren Externa gegen Augenringe und Tränensäcke.

Dabei ist es jedoch entscheidend, auf die richtigen Inhaltsstoffe zu achten. Denn die richtigen Cremes und Öle spenden nicht nur wichtige Mineralien, sondern versorgen die Haut zudem mit Feuchtigkeit und helfen, die natürliche Barriereschicht der Haut aufrecht zu erhalten. Das revitalisiert, strafft, durchblutet und belebt. Infolgedessen lassen sich Augenringe effektiv symptomatisch behandeln.

Effektive und wichtige Basisöle für Cremes und andere Pflegeprodukte gegen Augenringe sind Kokosöl, Mandelöl, Shea-Butter oder Nachtkerzenöl.

All diese natürlichen Ausgangsstoffe sind sehr gut verträglich, kaum allergen und wirken stabilisierend auf die Hautflora. Zudem unterstützen sie weitere enthaltene Ingredienzien der Pflegeprodukte bei der Aufnahme in die Haut.

Zur Behandlung der Augenringe haben sich auch Pflegeprodukte mit Hyaluronsäure bewährt.

Dieses Glycosaminoglycan ist ein essentieller Bestandteil des menschlichen Bindegewebes. Es wird vom Körper selbst produziert, jedoch ist bereits ab dem 20. Lebensjahr die Eigenversorgung zunehmend eingeschränkt. Unterstützend kann es deshalb ab vermehrter Hautalterung extern zugeführt werden, um die Proliferation, Migration und Reparatur der Zellen zu unterstützen. Dies führt vor allem zu einer verbesserten Struktur der Haut, sodass sich Pergamenthaut wieder verdickt.

Auch Nachtcremes, welche Vitamin A und C enthalten, spielen eine wichtige Rolle, wenn man Augenringe adäquat behandeln möchte.

Denn neben der unterstützenden Zellregeneration durch die Vitamine wirken diese vor allem aufhellend und glättend. So können insbesondere Augenringe durch Hyperpigmentierung reduziert werden.

Koffein bewirkt eine Kontraktion der Gefäße.

Einige Augen-Cremes enthalten einen Anteil des Nerventoxins. Bereits kurze Zeit nach dem Auftragen können sich durchscheinende Gefäße weniger abbilden und die Augenringe sind gemildert.

Kaschieren durch Make-up und Brille

Augenringe loswerden
Augenringe lassen sich auch einfach wegschminken oder durch eine geeignete Brille kaschieren. Dies ist sehr einfach und effektiv.

Mit einem guten Make-up können unschöne Schatten unter den Augen für lange Zeit reduziert werden. Lassen auch Sie wieder Ihr Gesicht erstrahlen mit unseren Make-up-Tricks und Brillen-Tipps. Zuerst sollte das Gesicht nach einer sanften Reinigung mit Feuchtigkeit versorgt werden. Die Creme oder das Öl muss vollständig eingezogen sein, da andernfalls das Make-up fleckig wird. Anschließend werden dunkle Augenringe mit einem Primer vorbehandelt. Dieser glättet nicht nur die Fältchen im Augenbereich, damit sich das anschließende Make-up nicht darin sammelt. Ein Primer ebnet auch die Hautoberfläche und lässt durch die Glanzpartikel einfallendes Licht reflektieren. Somit erscheinen die Augenringe einige Nuancen heller. Anschließend werden mithilfe eines Concealers die Augenringe komplett überdeckt. Dabei ist es jedoch wichtig, den richtigen Farbton zu wählen. Gemäß der Farblehre von Goethe können Sie das passende Produkt erwerben: Blaue Augenringe lassen sich am besten mithilfe eines pfirsichfarbenen Concealers überdecken, lila Augenringe verschwinden unter einem gelblichen Concealer. Gegen braune Augenringe hilf ein rosafarbener Concealer und rote Augenringe lassen sich durch grün-stichige Concealer optisch entfernen. Der Concealer wird nur dünn und punktuell aufgetragen, um anschließend V-förmig vom unteren Augenlid bis hin zu den Nasolabialfalten eingeklopft zu werden. Es ist sinnvoll, den Concealer nicht zu wischen, da sich das Produkt sonst in die Falten legen kann. Außerdem wirkt ein geklopfter Concealer natürlicher, da er das Licht besser reflektieren kann. Wenn Sie eine Brille tragen, so sollten Sie auf eine bläuliche Tönung verzichten. Diese würde den Schimmer der Augenringe nur verstärken. Sofern Sie die Brille tönen möchten, empfiehlt sich eine orangefarbene Nuance, da diese Farbe die Augenringe optisch neutralisiert.

Massagen und Co.

Massagen regen den Stoffwechsel der Haut an und können unterstützend bei Augenringen angewandt werden.

Zudem unterstützt eine Klopfmassage den Lymphfluss im Augenbereich, sodass die Haut glatter und ebenmäßiger wirkt. Durch die erhöhte Durchblutung und den gesteigerten Lymphabfluss wird insbesondere die Zellregeneration und die Zellerneuerung initiiert. Körpereigene Mechanismen wie die Bildung neuer Mikrogefäße oder die Einlagerung von Kollagen werden angeregt und können nach einiger Zeit Augenringe vermindern. Im Idealfall wird eine Nachcreme oder ein Nachtöl punktuell im unteren Augenlidbereich aufgetragen und etwa 20 mal mit dem Ringfinger eingeklopft. Dadurch wird ein zu hoher Druck im empfindlichen Augenbereich vermieden.

Augenringe loswerden durch invasive Methoden

Wenn Augenringe als sehr störend empfunden werden, kann man auch in Erwägung ziehen, einen plastischen Chirurgen aufzusuchen. Dieser hat mehrere Möglichkeiten der invasiven Behandlung.

Injektion

Injektionen eignen sich nur bei Augenringen, welche durch Pergamenthaut hervorgerufen werden. Denn dieses Verfahren kann nicht auf Pigmente abzielen.

In der Regel injiziert der Mediziner Hyaluronsäure im Bereich des unteren Augenlids. Durch die Fähigkeit der Hyaluronsäure, enorme Mengen Wasser zu binden, wird das Gewebe der Haut mit Feuchtigkeit angereichert. Infolgedessen verdicken sich die einzelnen Hautschichten, die Haut wirkt glatter und das Gewebe straffer. So können die Gefäße nicht mehr durchscheinen. Die Injektionen mit Hyaluronsäure sind jedoch nur von kurzzeitigem Erfolg, da das Produkt vom Körper innerhalb einer gewissen Zeit abgebaut und resorbiert wird. Die Injektion regt auch die Eigenproduktion nicht an, weshalb ein Absinken der Hyaluronkonzentration auch mit einer Verdünnung der Hautschichten einhergeht. Platelet-Rich-Plasma, ein thrombozytenreiches Plasma aus dem Eigenblut, wie auch Eigenfett kann ebenso zur Injektion verwendet werden. Auch diese Behandlungen bewirken eine Verdickung der einzelnen Hautschichten und durchschimmernde Gefäße können dadurch beseitigt werden. Das Verfahren ist sehr aufwändig, da im ersten Schritt Eigenblut oder Eigenfett dem Patienten entnommen werden muss, um es dann in einem zweiten Schritt zu synthetisieren. Nur so ist die Gefahr einer Abstoßung und einer Überreaktion zu vermeiden. Erst nach dieser Behandlung kann das Plasma oder das Fett injiziert werden. Auch dieses Verfahren ist nicht von ewiger Dauer. Nach etwa einem Jahr beginnt die Haut sich wieder zu verdünnen, da das Fett oder das Plasma abgebaut ist.

Laser

Anders als Injektionen ist das Laserverfahren. Dieses Procedere richtet sich gezielt gegen Melanin.

Daher sind fraktionierte Laserbehandlungen bei Augenringen durch Hyperpigmentierung indiziert. Durch die Strahlen lösen sich Pigmente in der Epidermis, da der Laser die Verbindungen zwischen den Zellen auflöst. Die frei schwimmenden Melanine werden dann vom Körper als Abfallprodukt erkannt und abgebaut. Das Ergebnis ist jedoch erst nach mehreren Wochen sichtbar, da der Abtransport des Melanins einige Zeit in Anspruch nimmt.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten – Augenringe loswerden von zu Hause

Da die Behandlung bei einem plastischen Chirurgen nicht von der Krankenkasse übernommen wird und diese sehr aufwändig sind, ist es auch möglich, Augenringe ohne große Invasivität zu entfernen.

Hydrochinon

Hydrochinon ist ein Reduktionsmittel, das seit Mitte der 1990er Jahre in Hautcremes verwendet wird.

Die Substanz bleicht die Haut, indem sie die Pigmente aufspaltet und reduziert. Dadurch können Hyperpigmentierungen aufgehellt und Augenringe beseitigt werden. Das Mittel ist sehr effektiv und in einigen Ländern auch frei verkäuflich. In Deutschland muss Hydrochinon jedoch von einem Mediziner verordnet und auch appliziert werden. Hydrochinon ist, wie alle Bleichmittel, jedoch gesundheitlich nicht unbedenklich, da alle diese Substanzen krebserzeugend wirken können.

Mikroneedling

Mikroneedling, auch Kollagen Induktionsverfahren, ist eine Methode aus der Kosmetik. Bei diesem minimal invasiven Verfahren wird ein sogenannter Dermaroller über die Haut gestrichen. Je nach Art des Dermarollers punktiert dieser die Haut mit seinen feinen, kurzen Nadeln. Die Punktionsstellen verschließen sich innerhalb weniger Minuten wieder, da die Nadeln nur zwischen 0,2 und 0,7 mm kurz sind. Es existieren verschiedene Verfahren: Der Home Care Dermaroller kann zu Hause von jedem Laien zur Behandlung von Falten, Pergamenthaut oder Hyperpigmentierung eingesetzt werden. Das medizinische Mikroneedling dient zur Behandlung von Narben oder Cellulite.

Der Home Care Dermaroller kann Augenringe merklich reduzieren.

Er wird an zwei bis drei Tagen in der Woche für mehrere Minuten angewendet. Dabei darf das Mikroneedling nur ohne jeglichen Druck ausgeführt werden. Ein optimales Ergebnis erhalten Sie, wenn Sie den Dermaroller über die betroffenen Hautstellen der Augenringe längs, quer und diagonal abrollen. Auf diese Art und Weise wird die oberste Hautschicht mit bis zu 250 Nadelstichen punktiert. Da das Verfahren die unteren Hautschichten kaum perforiert und damit auch keine Nervenzellen reizt, ist Mikroneedling nahezu schmerzfrei. Doch wie hilft Mikroneedling langfristig gegen Augenringe? Die Mikronadeln perforieren die oberste Hautschicht. Infolgedessen reagiert der Körper, als wenn eine Verletzung stattgefunden hat und löst diverse Reparaturmechanismen aus. Dabei ist Mikroneedling aber keine Verletzung im eigentlichen Sinne, sondern eine Reizung wie etwa ein Peeling. Doch statt einer Abtragung wird die Haut angeregt, die Bildung von Wachstumsstoffen zu initiieren. So füllt der Körper im Falle einer Verletzung den entstandenen Hautdefekt auf. Doch da beim Mikroneedling kein Hautdefekt zu verzeichnen ist, werden die Kollagenfasern und Elastinfasern in der obersten Schicht eingelagert. Daher wird die Haut dicker und Blutgefäße oder Pigmente scheinen nicht mehr durch. Zudem werden Falten und Hautunebenheiten aufgefüllt und die Haut wirkt glatter und ebenmäßiger. Des Weiteren fördert das Mikroneedling die Durchblutung, was sich in einem frischen Teint widerspiegelt. Direkt nach dem Mikroneedling können Hyaluronsäurehaltige Cremes aufgebracht werden, um den Effekt noch zu erhöhen.

Anders als bei ablativen Methoden wie Laser oder Peeling wird die Haut nicht verdünnt, sondern eine Verdickung der Hautschichten angestrebt. Da außer einer kurzzeitigen Rötung keine Nebenwirkungen bekannt sind, ist Mikroneedling perfekt geeignet, um langfristig Augenringe zu behandeln.

Fazit

Augenringe haben in den meisten Fällen keinerlei Krankheitswert, sondern sind oftmals nur ein kosmetisches Problem. Daher ist es nur dann sinnvoll, einen Arzt zu konsultieren, wenn die Augenringe plötzlich auftreten und mit einem allgemeinen Unwohlsein oder anderen Symptomen einhergehen. Organische Ursachen müssen dann medizinisch ausgeschlossen werden, bevor die Augenringe kosmetisch behandelbar sind.

Doch invasive Methoden wie Laser oder Injektionen zur Behandlung kosmetischer Augenringe sind nicht nur teuer, sondern auch nur bei medizinischen Notfällen indiziert. Andere Verfahren wie Bleichmittel können sogar gesundheitsschädlich sein.

Allgemein hat sich zur langfristigen Behandlung von nicht pathologischen Augenringen eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten wie auch der Verzicht auf Nikotin und Alkohol bewährt. In Verbindung mit einem guten Stressmanagement, sinnvoller sportlicher Betätigung und ausreichend Schlaf sind diese Maßnahmen langfristig besser als die meisten anderen. Denn Vitamine und Spurenelemente, positive Hormone und wenig freie Radikale stabilisieren das physische Gleichgewicht. Dies spiegelt sich auch in der Haut wider. Wenn aufgrund genetischer Faktoren dennoch Augenringe bestehen bleiben, so können mithilfe eines regelmäßigen Mikroneedlings die Haut aufgebaut und das Durchschimmern von Gefäßen oder Melasmen reduziert werden. Dieses Verfahren ist zwar minimal invasiv, jedoch absolut unschädlich und in Verbindung mit verschiedenen Cremes sehr effektiv. Verschiedene Öle, hochwertige Cremes, leichte Massagen oder erprobte Hausmittel unterstützen die Behandlung adäquat. Für schnelle Ergebnisse hat sich ohnehin ein gutes Make-up bewährt. Damit lassen sich sowohl kurze Nächte wie auch Stress oder Genetik kaschieren. Mit den richtigen Produkten sieht das Gesicht schnell frisch und lebendig aus.

Versuchen Sie es einfach. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg dabei.

Augenringe loswerden – Behandlungsmethoden, Tipps & Tricks
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