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Genotropin Anti Aging für immer Jung mit Wachstumshormonen?

Wer wünscht sich nicht ein jugendliches Aussehen und dauerhafte Vitalität? Eine glatte, makellose Haut ohne Fältchen ist wohl der Traum vieler Menschen. Daher ist es kein Wunder, dass die Kosmetikindustrie boomt und es immer neue Versuche gibt, die Alterungsprozesse aufzuhalten oder ihnen entgegen zu wirken. In diesem Zusammenhang kommt auch das Mittel Genotropin zum Tragen. Hierbei handelt es sich um ein verschreibungspflichtiges Medikament.

Was ist Genotropin?

Bei Genotropin handelt es sich um ein menschliches Wachstumshormon. Dieses wird auch Somatropin genannt. Im menschlichen Körper ist das Hormon zuständig für das Wachstum von Muskeln und Knochen. Genotropin gleicht diesem Hormon in seiner Struktur. Darüber hinaus unterstützt es auch die Entwicklung von Fett- und Muskelgewebe. Es handelt sich um ein rekombinantes Hormon, welches weder aus menschlichem noch aus tierischem Gewebe hergestellt wird. Grundsätzlich wird das Medikament verwendet, um Wachstumsstörungen bei Kindern zu behandeln. Im Erwachsenenalter wirkt Genotropin einem Wachstumshormonmangel entgegen. Neu ist auch der Einsatz in der Schönheitsindustrie.

Wann darf Genotropin nicht verwendet werden?

Genotropin darf nicht angewendet werden, wenn eine Allergie gegen Bestandteile des Medikaments vorliegt. Auch wenn ein Aktiver Tumor vorliegt oder eine andere schwerwiegende Erkrankung, beispielsweise im Bereich des Herzens oder des Bauchraumes, ist die Einnahme untersagt. Vor operativen Eingriffen oder auch bei einem bereist abgeschlossenen Wachstum sollte Genotropin ebenfalls nicht eingenommen werden. Besteht ein erhöhtes Diabetes-Risiko, sollte zudem der Blutzuckerspiegel regelmäßig überprüft werden. Gleiches gilt für eine bestehende Zuckerkrankheit. Zudem sollte im Rahmen einer Schilddrüsenerkrankung die Medikation hinterfragt und gegebenenfalls angepasst werden. Sollten Schmerzen im Bereich der Hüfte auftreten oder sich ein Hinken einstellen, ist unverzüglich der Arzt zu informieren. Letzteres gilt auch, wenn der Hirndruck erhöht ist. Kommt es zu Magen- oder Bauchschmerzen, muss die Behandlung ebenfalls infrage gestellt werden. Bei Patienten, die das 80. Lebensjahr überschritten haben, kann es zu einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Genotropin kommen. Wird Genotropin zur Behandlung bei Kindern eingesetzt, so sollten weitere Untersuchungen stattfinden, wenn beispielsweise eine chronische Einschränkung der Nieren vorliegt. Gleiches gilt auch bei Vorliegen des Prader-Willi-Syndroms. Eine genauere Untersuchung sollte zudem bei Kindern erfolgen, die zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr liegen. Während der Behandlung müssen regelmäßig sowohl die Insulin- als auch die Blutzuckerwerte kontrolliert werden. Es ist zudem zu prüfen, ob Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten können. Dies gilt besonders für Diabetes- Medikamente, Schilddrüsenhormone, Kortikosteroide, Geschlechtshormone, Ciclosporin sowie Antikonvulsiva. Eine Anwendung des Medikaments ist darüber hinaus ausgeschlossen, wenn eine Schwangerschaft vorliegt. Während der Stillzeit sollte die Anwendung mit dem behandelnden Arzt durchgesprochen werden.

Dosierung


Die Dosierung des Medikaments wird an das Körpergewicht und die Körpergröße angepasst. Darüber hinaus richtet sich die Medikation nach der Art der Erkrankung und der individuellen Wirkung des Hormons. Eine genaue Dosierung wird somit immer individuell berechnet.

Anwendung


Genotropin wird unter die Haut injiziert. Mithilfe einer Injektionsnadel wird das Medikament in das Fettgewebe eingebracht. Nach genauer Einweisung durch den behandelnden Arzt kann Genotropin selbstständig verabreicht werden. Hierzu können ein Fertigpen oder ein sogenanntes Pen-Injektionsgerät verwendet werden. Genotropin sollte grundsätzlich im Kühlschrank aufbewahrt werden. Etwa 30 Minuten vor der Injektione wird das Medikament aus dem Kühlschrank genommen. Die Lösung muss dann noch vermengt werden. Hierzu wird die Injektion geschwenkt. Das Medikament darf nicht geschüttelt werden, da es sonst zu einem Aufschäumen kommt. Wichtig ist zudem, dass sowohl die Hände als auch die Einstichstelle vor der Injektion gründlich gereinigt werden. Darüber hinaus sollten die Spritzen immer zur gleichen Zeit genommen werden. Es bietet sich an, das Medikament abends zu spritzen. Als Einstichstelle eignen sich unter anderem der Bauch oder der Oberschenkel.
Wird Genotropin in zu hohen Dosen verwendet, kann es zu ernsten Nebenwirkungen kommen. Es besteht die Gefahr, das Bewusstsein zu verlieren. Wurde eine Dosis vergessen, darf diese nicht in doppelter Menge nachgeholt werden.

Nebenwirkungen


Unter der Einnahme von Genotropin kann es zu unterschiedlichen Nebenwirkungen kommen. Diese können nach einiger Zeit aber auch wieder verschwinden. Zum Teil ist es aber auch nötig, die Behandlung zu unterbrechen oder ganz zu beenden. Sehr häufig kommt es zu Gelenkschmerzen oder Wassereinlagerungen. Darüber hinaus kann es häufiger zu Rötungen oder Juckreiz im Bereich der Einstichstelle kommen sowie zu Beulen und Hautausschlägen. Weiter können Empfindungsstörungen auftreten, Muskelschmerzen oder eine Steifheit im Bereich der Arme und Beine. Möglich ist auch die Entwicklung eines Karpaltunnelsyndrom. Seltener kann es bei Kindern auch zur Ausbildung einer Leukämie kommen oder zu einem erhöhten Hirndruck. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind eine Diabetes mellitus Typ II, Gesichtsschwellungen oder auch ein Rückgang des Hormons Cortisol. Zudem kann der Körper Antikörper gegen das Wachstumshormon bilden.

Genotropin als Anti-Aging-Mittel


Vermehrt werden Wachstumshormone wie Genotropin verwendet, um dem natürlichen Alterungsprozess entgegen zu wirken. In diesem Zusammenhang werden sie Off-Label eingesetzt, sprich, entgegen ihrer ursprünglichen Bestimmung verordnet. Die Verwendung von Wachstumshormonen im Bereich der Schönheitsindustrie ist ein Trend, welcher direkt aus Hollywood kommt und von vielen Prominenten bereits genutzt und praktiziert wird. Dabei wird grundsätzlich unterstellt, dass im Laufe der Zeit die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron im Körper abnehmen. Dies steht im Zusammenhang mit dem natürlichen Alterungsprozess. Die Injektion des Wachstumshormons soll diesem Prozess entgegen wirken. Studien konnten diesen Wirkzusammenhang jedoch noch nicht eindeutig belegen. Es konnte noch nicht nachgewiesen werden, dass es tatsächlich zu einem Verjüngungsprozess kommt. Zudem sollte in diesem Zusammenhang auf die möglichen und zum Teil schwerwiegenden Nebenwirkungen hingewiesen werden. Auch können die Hormone dem Körper schaden, wenn sich bereits Krebszellen im Blut befinden. Es sollte auf gar keinen Fall eine Selbstmedikation stattfinden. Von Produkten, die auf dem Schwarzmarkt erhältlich sind, ist im Übrigen dringend Abstand zu nehmen.

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