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Haarausfall nach Corona Impfung und Infektion – Studien bestätigen Virusbefall

Diverse unabhängige Studien weltweit belegen: Haarausfall gehört zu den häufigsten Long-Covid-Symptomen und kann auch nach der Corona-Impfung auftreten. Coronaviren greifen die Haarfollikel an und verursachen so einen enormen Haarverlust, der sowohl physische als auch psychische Probleme mit sich bringt. Fast jeder zweite Covid-Patient ist von vermehrtem Haarausfall durch Corona betroffen.

Haarausfall – Was steckt dahinter?

Haarausfall kann viele Ursachen haben. Mediziner unterteilen den Haarverlust im Allgemeinen in eine vernarbende und eine nicht vernarbende Variante. Bei vernarbendem Haarausfall wird der Haarfollikel vollständig zerstört und es wachsen keine neuen Haare nach. Wohingegen der nicht vernarbende Variante ist der Haarverlust rückbildungsfähig.

Studien zu folge wird der Haarausfall nach Corona zur nicht vernarbenden Form gezählt. Damit wird der Haarfollikel nicht komplett zerstört und das Haarwachstum kann prinzipiell wieder einsetzen.

Wie macht sich der Haarausfall nach Corona bemerkbar?

Wer nach Corona Haarausfall bekommt, wird nicht unmittelbar damit konfrontiert. Häufig treten die Beschwerden erst ein bis zwei Monate nach überstandener Infektion auf. Es sind auch Fälle bekannt, wo erst ein halbes Jahr nach Corona Haarausfall einsetzte.

Betroffene berichten, dass sie plötzlich sehr viele Haare einbüßten. Besonders im Bereich der Schläfen hinterlässt der Haarausfall nach Corona deutliche Lücken. Einige Patienten beobachten zusätzlich Haarbruch. Beim Waschen oder Duschen fallen Betroffenen die Haare büschelweise aus.

Der Verlust von 50 bis 100 Haaren täglich gilt allgemein als normal. Betroffene beobachten bei Corona Haarausfall jedoch einen Verlust von 600 bis 1.000 Haaren täglich.

Welche Formen von Haarausfall treten im Zusammenhang mit Corona auf?

Beobachtet werden folgende Formen von Haarausfall bei Corona:

• Diffuser Haarausfall: Haarverlust auf dem gesamten Kopf. Die Kopfhaut schimmert durch.
Kreisrunder Haarausfall: Haarverlust auf bestimmte Areale begrenzt. Kahle Stellen entstehen. Auch Wimpern, Bart oder Schambehaarung können betroffen sein.

Haarausfall nach Corona-Impfung oder Infektion kann auch als Mischform der genannten Varianten auftreten. Durch die entzündeten Haarfollikel sind Rötungen auf der Kopfhaut möglich.

Plötzlich starker Haarausfall bei Frauen nach Corona – Was steckt dahinter?

Die bisherigen Studienergebnisse machen deutlich, dass Frauen häufiger vom Verlust des Kopfhaares nach Covid betroffen sind als Männer. Meist entstehen ein bis zwei schmerzhafte haarlose Bereiche auf der Kopfhaut.

Männer leiden in Folge von Covid-19 seltener unter massivem Verlust des Kopfhaares. Beobachtet wird der Haarverlust dagegen vermehrt in der Bartregion.

Wie wirkt sich Covid auf die Haarfollikel aus?

Corona führt zu Gefäßschädigungen. Aktuelle Studien gehen davon aus, dass die innere Gefäßhaut von Autoantikörpern angegriffen wird. Dadurch gerät die Versorgung von Organen und Zellen ins Stocken. Das Virus dringt dabei bis in die Haarfollikel vor.

Erhalten die Haarfollikel nicht ausreichend Nährstoffe und Sauerstoff, kommt es zu Schädigungen. Die unterversorgten Haarwurzeln stellen das Haarwachstum vorübergehend ein, da es ihnen am nötigen „Treibstoff“ mangelt.

Die Folge: Die Haare fallen in der Wachstumsphase aus und besitzen verschiedene Längen. Betroffene leiden unter diffusem Haarausfall und das gesamte Kopfhaar ist betroffen.

Long-Covid als Autoimmunerkrankung

Mediziner müssen immer wieder feststellen, dass Corona zur Auslösung bzw. Reaktivierung von Autoimmunerkrankungen führen kann. Die Leiterin der Immundefekt-Ambulanz der Berliner Charité, Carmen Scheibenbogen betont, dass Long-Covid stark einer Autoimmunerkrankung ähnelt:

Fehlsteuerungen des Immunsystems können dazu führen, dass der Körper eigene Zellen und Organe als Fremdkörper betrachtet und zu bekämpfen versucht. Dieses Muster lässt sich auf die Haarfollikel übertragen. Ein kreisrunder Haarausfall nach Corona-Impfung wäre ein Beispiel dafür.

Wieso ist der Wachstumszyklus der Haare nach Corona gestört?

Die Virusinfektion selbst, wie auch Lungenentzündungen und andere internistische Begleiterkrankungen belasten den Organismus stark. Es kann ein sogenanntes telogenes Effluvium auftreten.

Das Haar tritt dabei von seiner Wachstumsphase in die frühzeitige Ausfallphase über. Der Haarausfall nach Corona wird nicht direkt spürbar. Bis sich das Haar tatsächlich aus seiner Verankerung gelöst hat, kann bis zu einem halben Jahr vergehen.

Schauen wir auf einen gesunden Kopf, befinden sich dort bis zu 90 Prozent Haare im Wachstum, während sich etwa 10 Prozent in der Ruhephase befinden. Bei Haarausfall nach Corona können hingegen bis zu 50 Prozent der Haare vorzeitig in die Ruhephase versetzt werden und ausfallen.

Betroffene bringen diesen Prozess oft selbst nicht mit Corona in Verbindung. Denn schließlich ist die Infektion bereits vor Wochen überstanden. Erst durch die aktuelle Studienlage erlangt Haarausfall nach Corona Präsenz.

Wie lange dauert Haarausfall nach Corona?

Wer nach Corona Haarausfall bekommt, sollte nicht in Panik geraten. Forscher wissen: Die Haare wachsen wieder nach, denn die Haarfollikel sind noch aktiv. Wie lange Haarausfall nach Corona-Impfung oder Infektion tatsächlich anhält, kann nicht pauschal beantwortet werden.

Bei den meisten Betroffenen wird sich der Haarwuchs nach wenigen Wochen bis Monate wieder normalisieren. Hält nach einer Infektion oder Corona Impfung Haarausfall länger als ein halbes Jahr an, sprechen Mediziner von einem chronischen telogenen Effluvium. Betroffen davon sind etwa zehn Prozent der Patienten.

Was sind die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung?

Unterschiedliche Forschungsergebnisse haben Corona und Haarausfall näher beleuchtet und Mediziner bahnbrechende Erkenntnisse gewinnen lassen.

Im Jahre 2020 wurde im Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology bei einer Studie herausgefunden, dass es bei einem von zehn Covid-Patienten zu Haarausfall nach Corona kommt. In der Zeitschrift JAAD veröffentlichte Daten weichen davon ab und sprechen von 66 Prozent Wahrscheinlichkeit.

Mit der Bandbreite an Long-Covid-Symptomen hat sich die University of Birmingham befasst. Im Fachblatt „Nature Medicine“ wurden auch Haarausfall oder Erektionsstörungen als Long-Covid-Symptome deklariert. Die Wissenschaftler stellen weiterhin fest, dass es bei Corona-Infizierten viermal so häufig zu Haarausfall kommt als bei Nichtinfizierten.

Kann es zu Haarausfall nach Corona Impfung kommen?

Studien haben gezeigt, dass auch eine Corona-Impfung Autoimmunerkrankungen reaktivieren oder verstärken kann. Ein kreisrunder Haarausfall nach Corona-Impfung ist folglich möglich. Bei Personen mit einer Vorgeschichte von Haarverlust und anderen Autoimmunerkrankungen ist das Risiko eines Haarausfalls nach Corona Impfung höher.

In der Regel sind die Symptome bei Haarausfall nach einer Corona Impfung jedoch weniger ausgeprägt als bei Haarausfall nach Corona Infektion.

Welche Faktoren können den Haarausfall nach Corona verstärken?

Wer Haarausfall nach Corona Impfung oder Infektion bekommt, hat unter den Folgen der Immunreaktion zu leiden.

Die Stressreaktion des Körpers bei Durchleben der Pandemie ist ein Faktor, der nicht unterschätzt werden sollte. Wer nach einer Corona Impfung Haarausfall bekommt, hat sich vermutlich viele Gedanken über mögliche Folgen der Impfung gemacht und dadurch emotionalen Stress ausgelöst. Doch auch die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sowie die Gefahren einer Infektion haben viele Personen in einen dauerhaften Stresszustand versetzt.

Auch die Einnahme bestimmter Medikamente zur Behandlung der Infektion kann den Corona Haarausfall verstärken.

Welche Behandlungsmethode eignet sich gegen den Haarverlust?

Eine große Rolle bei der Behandlung spielt die Stressreduktion. Diese kann durch verschiedene Entspannungsübungen, durchblutungsfördernde Kopfmassagen und das Ausschalten akuter Stressfaktoren geschehen.

Die Haare selbst sollten regelmäßig gepflegt werden. Beim Styling sollte schonend vorgegangen werden. Die Haare an der Luft zu trocknen, anstatt heiß zu föhnen oder das Haar offen zu tragen, anstatt in einen Zopf oder Dutt zu zwängen sind hilfreiche Methoden.

Wirkstoffkomplex mit Koffein und Eugenol

Koffein trägt zur Aktivierung der Haarwurzel bei. Koffeinhaltige Haarpflegeprodukte fördern den Haarwuchs und wirken direkt auf das Haarausfall verursachende Hormon DHT ein.

Eugenol kann die Verbreitung von Viren hemmen und gegen Entzündungen wirken. Der Wirkstoff kommt natürlich in Piment und Nelkenblättern vor. Eugenol fördert den Blutfluss und stärkt die Verankerung des Haares. Zusätzlich kann der Wirkstoff den Wachstumszyklus der Haare verlängern. Wissenschaftler bestätigen die Wirksamkeit und bezeichnen Eugenol als die stärkste natürliche Verbindung, die bislang im Kampf gegen Corona gefunden wurde.

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