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starker reizhusten

Die 5 besten Hausmittel gegen starken Reizhusten

So sicher wie das Amen in der Kirche, ist die Tatsache, dass Hustenanfälle nerven. Und zwar nicht nur den Betroffenen, sondern auch die Mitmenschen. Doch am nervigsten ist der Reizhusten in der Nacht, wenn dieser den wertvollen Schlaf raubt. Die Kombination aus belastendem Reizhusten und chronischer Übermüdung, zwingt viele Menschen dazu einen Hustenstiller einzunehmen, welcher rezeptfrei in stationären und in Online-Apotheken erhältlich ist und meistens in Form von Lutschpastillen oder Hustensaft angeboten wird. 

Es gibt natürliche Alternativen

Handelt es sich um einen akut auftretenden Reizhusten, können Hustenstiller vorübergehend eine Lösung sein. Doch nicht immer sind die chemischen Glanzstücke der Pharma-Industrie erwünscht. Zahlreiche Produkte erschweren die Auswahl und lassen uns nicht selten an deren Wirksamkeit zweifeln. Wirft man dann noch einen Blick auf den Preis, betrachtet man die Aufgabe der Pharma-Industrie mit den Leiden und Weh-Wehchen der Bevölkerung Reibach zu machen, als Unverschämtheit. Nicht selten sind wir dann ambitioniert, auf altbewährte Hausmittel zurückzugreifen oder im Netz nach Tipps zu schauen, welche von anderen Betroffenen als wirksam empfunden wurden und deshalb als Empfehlung kommuniziert werden. Aber auch der Reizhusten bei Kindern oder schwangeren Frauen kann ein Grund dafür sein, weshalb pharmazeutische Produkte nicht in Frage kommen. Die 5 besten Hausmittel gegen starken Reizhusten haben wir in folgendem Ratgeber für Sie zusammengefasst. 

1. Der natürliche Hustensaft 

Wer unter Reizhusten leidet, denkt in erster Linie an den Hustensaft. Doch dieser muss nicht zwangsläufig aus der Apotheke stammen. Hustensaft kann man ganz einfach selbst herstellen und darauf vertrauen, dass sich dessen Wirkung seit vielen Jahren bewährt hat. Das ist auch der Grund dafür, weshalb die einzelnen Rezepte von Generation zu Generation weitergegeben wurden und auch heute noch sehr gern Anwendung finden. Wir haben die besten Rezepte zusammengetragen und möchten Ihnen diese nachfolgend vorstellen. 

Zwiebelsirup 

Hausmittel gegen starken Reizhusten

Die Zwiebel gilt seit vielen Jahren aufgrund der schwefelhaltigen Inhaltsstoffe als bewährtes Hausmittel gegen starken Reizhusten. Die Zwiebel übernimmt dabei zwei wichtige Funktion im Kampf gegen den Reizhusten: Sie desinfiziert und wirkt entzündungshemmend auf die Schleimhäute, welche sich im Rachenraum befinden. Um einen Zwiebelsaft herzustellen, wird die Zwiebel zunächst gewürfelt und anschließend in eine kleine Schale gefüllt. Nun werden die Zwiebelwürfel mit zwei Esslöffeln Zucker vermengt. Nach einer Ziehzeit von einigen Stunden entsteht eine Flüssigkeit mit sirupartiger Konsistenz, welche abgeschöpft und eingenommen werden kann. 

Rettichhonig 

Dazu wird ein schwarzer Rettich der Länge nach halbiert und anschließend ausgehöhlt. Die beiden ausgehöhlten Hälften werden nun mit beliebigem Honig aufgefüllt. Die Ziehzeit beträgt 8 bis 12 Stunden. Dabei entsteht ebenfalls ein Saft, welcher abgeschöpft werden kann und im Kühlschrank aufbewahrt werden sollte. Dieser Saft wird vor den Mahlzeiten eingenommen. Ein Teelöffel ist dabei ausreichend, um die Bronchien zu beruhigen und mögliche Hustenanfälle zu verhindern. 

Rosinensud

Ein weiteres Hausmittel gegen starken Reizhusten ist der Rosinensud. Dieser Sud eignet sich hervorragend, wenn der Reizhusten mit Schleimbildung einhergeht und keine chronischen Ursachen wie zum Beispiel die Hausstaubmilbenallergie hat. Um einen Rosinensud herzustellen, werden Rosinen (Eine Handvoll genügt), Kamillenblüten und Eibischblätter benötigt. Letzteres finden Sie in kräuterorientierten Online-Shops oder auf Amazon. Alle drei Zutaten werden kurz in Wasser aufgekocht und mit einem Esslöffel beliebigen Honig (Zum Beispiel Akazienhonig – ebenfalls im Internet erhältlich) ergänzt. Die daraus entstandene Mischung sollte tagsüber angewendet und jede Stunde eingenommen werden. Ein Teelöffel ist ausreichend, um den Schleim zu lösen, welcher tagsüber sorgfältig ausgeworfen werden sollte. Wer dies regelmäßig praktiziert, erhöht die Chancen eine ruhige und schlaferfüllte Nacht zu erleben.

2. Starkes Hausmittel gegen Reizhusten: Selbstgemachter Hustentee

Wir alle haben die Empfehlung schon mindestens einmal gehört: Bei starkem Reizhusten sollte viel Flüssigkeit getrunken werden. Unabhängig davon, ob es sich um schleimorientierten Husten oder Reizhusten handelt, da die Schleimhäute auf diese Weise feucht gehalten werden. Es gibt einige Kräuter welche in der Lage sind, die Krankheitserreger abzutöten:

  • Eibischwurzel
  • Thymian
  • Spitzwegerich
  • Salbei

Diese und andere Kräuter können ebenfalls im Internet bestellt werden und eignen sich hervorragend, um einen Hustentee herzustellen. Wir wollen Ihnen nachfolgend die besten Rezepte für einen wirksamen Hustentee vorstellen. 

Eibischwurzelsud 

100 Gramm gemahlene Eibischwurzel ist auf Amazon bereits für weniger als 3 EUR erhältlich. Davon wird ein Teelöffel mit kaltem Leitungswasser angesetzt. Lassen Sie das Gemisch dann für circa 6 bis 8 Stunden ziehen, damit die Eibischwurzel ihre Wirkung entfalten kann. Dann seihen Sie den Tee ab und ergänzen die Flüssigkeit um einen Tropfen Anisöl und je nach Geschmack mit einem Teelöffel Honig. Ein Teelöffel Eibischwurzelsud wird dann alle zwei Stunden eingenommen, um als starkes Hausmittel gegen Reizhusten wirken zu können. 

Thymian-Anis-Tee

Für diesen Tee benötigen Sie etwa drei Teelöffel Anis (zerstoßen) und drei Teelöffel Thymian in getrockneter Form. Übergießen Sie das Ganze mit 500 ml kochendem Wasser und lassen Sie die Lösung für 5 Minuten ziehen. Abschließend wird der Tee mit einem Esslöffel Honig, sowie dem Saft eine ausgepressten Zitrone ergänzt. Achten Sie darauf, dass Sie den Tee zumindest lauwarm trinken, wenn das Trinken von heißem Tee keine Option für Sie ist. 

Salbei-Thymian-Tee

Für dieses Hausmittel gegen starken Reizhusten werden zu gleichen Teilen folgende Zutaten miteinander gemischt: 

  • Spitzwegerich
  • Pfefferminze
  • Thymian
  • Salbei

Dann entnehmen Sie dieser Mischung einen Teelöffel, welchen Sie mit kochendem Wasser abgießen und für 10 Minuten ziehen lassen. Anschließend muss der Tee noch abgeseiht, also durch ein Sieb gegossen werden. Trinken Sie den Salbei-Thymian-Tee schluckweise und in regelmäßigen Abständen. 

3. Hühnersuppe gegen Reizhusten 

Wer sich im Rahmen einer Grippe oder einer Erkältung mit Reizhusten herumplagen muss, sollte auf die Hühnersuppe als altbewährtes Hausmittel gegen starken Reizhusten zurückgreifen. Die Hühnersuppe gilt seit vielen Jahren als optimales Hausmittel gegen sämtliche Erkrankungen der Atemwege. Die natürlichen Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Eisen und Zink haben nicht nur eine schleimlösende, sondern auch eine entzündungshemmende Wirkung. Damit sorgt die Hühnersuppe auch dafür, dass Rötungen und Schwellungen reduziert werden. Doch das ist noch nicht alles: Zusätzlich wärmt die Hühnersuppe von innen den geschwächten Körper und dient als zusätzlicher Faktor, wenn es um die Flüssigkeitszufuhr geht. Wie bereits erwähnt, ist eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeiten wichtig, um die Atemwege feucht zu halten. 

Es muss nicht Oma’s Hausrezept sein!

Wenn Sie gerade nicht die Kraft haben, sich an Oma’s Rezept für eine gelungene Hühnersuppe zu machen, ist das nicht weiter schlimm. Es genügt bereits, wenn Sie gefrorene Hühnerbrust aus dem Supermarkt nutzen, um eine schmackhafte und wohltuende Suppe herzustellen. Lassen Sie die Fleischstücke etwa 30 Minuten ausgepackt liegen. Dann sind diese leicht angetaut und lassen sich somit leichter in kleine Schnitzel schneiden. Geben Sie ein klein gewürfeltes Suppengrün dazu und dünsten Sie alles gut im Topf mit etwas hochwertigem Öl (Wie zum Beispiel Oliven- oder Krübiskernöl) an. Gießen Sie das Dünstgut mit ausreichend Fond auf und ergänzen Sie das Ganze um Sternchennudeln und nach Belieben kleine Broccoliröschen, Mais oder Erbsen. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Denn grundsätzlich lautet die Devise: Je mehr Gemüse, desto besser. Lassen Sie die Suppe für etwa 10 Minuten köcheln und verzehren Sie diese am besten heiß oder zumindest lauwarm.

4. Mit Inhalationen im Kampf gegen den quälenden Reizhusten 

Beim Inhalieren handelt es sich deshalb um ein starkes Hausmittel gegen Reizhusten, weil das Einatmen von Dämpfen dabei behilflich sein kann, Schleim abzutransportieren, festsitzende Bronchien zu lösen und andere Fremdkörper zu entfernen. Früher war das Inhalieren noch recht unangenehm, wenn man mit dem kompletten Gesicht über der dampfenden Schüssel verweilte, während der Kopf, samt Schüssel mit einem Handtuch abgedeckt war. Nicht nur die Position welche dafür eingenommen werden musste, ist auf Dauer unangenehm, auch die Hitze im gesamten Gesicht wurde als eher unangenehm empfunden. Inzwischen gibt es kleine Inhalatoren aus Kunststoff, welche leicht und handlich sind und lediglich den Nasen-Mundraum bedecken. Das Gesicht wird somit nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die meisten Inhalatoren sind an den Seiten mit kleinen Handgriffen ausgestattet und erleichtern das Halten während der Inhalation. Im Internet gibt es unzählige Varianten, welche für wenig Geld bestellt werden können. 

Verzichten Sie auf elektronische Geräte 

Nehmen Sie Abstand von elektronisch betriebenen Inhalationsgeräten, welche ziemlich teuer sind und sich von innen nur schwer bis gar nicht reinigen lassen. Die im Inneren befindlichen, angesammelten Bakterien würden nur dazu führen, dass Sie sich bei jeder Nutzung dieses Gerätes wieder neu anstecken. Greifen Sie stattdessen auf die kleinen Kunststoff-Inhalatoren, welche sogar im 1-EUR-Shop angeboten werden, zurück. Nach der Benutzung sollte das Plastikgefäß mit Desinfektionsmittel ausgespült werden, um die angesammelten Bakterien, Viren oder Keime abzutöten. Auf diese Weise gewährleisten Sie einen sicheren Gebrauch bei der nächsten Nutzung. 

Um den Inhalator als Hausmittel gegen starken Reizhusten einzusetzen, sollte dieser mit warmem Wasser und einer entsprechenden Zugabe befüllt werden. Dies kann zum Beispiel haushaltsübliches Speisesalz sein. Geben Sie einfach zwei Teelöffel Salz in das Wasser und schon können Sie inhalieren. Alternativ können auch Kräuter in das Wasser gegeben werden. Zum Beispiel: 

  • Thymian
  • Salbei
  • Kamille

Es genügt, wenn Sie das Wasser mit zwei Esslöffeln der getrockneten Kräuter anreichern. Eine optimale Anwendungsdauer beträgt etwa 10 bis 15 Minuten. 

5. Reizhusten bekämpfen – Wickel anwenden!

Quälender Reizhusten kann auch mit einem Wickel gelindert werden. Dabei bleibt es einem selbst überlassen, für welche Art Wickel man sich letztendlich entscheidet. Wichtig ist nur, dass darauf geachtet wird, ob ein warmer oder ein kalter Wickel angewendet werden sollte. Wer zusätzlich zum Reizhusten Fieber hat, sollte keinesfalls einen warmen Wickel anwenden, da dieser dem Körper Wärme zuführt. Bei Fieber geht es schließlich darum, die vom Körper ausgestrahlte Wärme abzuleiten. Messen Sie also vor dem Wickel Ihre Temperatur und überprüfen Sie, ob ein warmer Wickel möglich ist oder ob Sie stattdessen auf einen kalten Wickel zurückgreifen sollten. 

Warmer Wickel mit Kartoffeln 

Als Hausmittel gegen starken Reizhusten hat sich der Kartoffelwickel bewährt, da dieser nicht nur husten- sondern auch krampflösend wirkt. Außerdem sorgt der warme Kartoffelwickel dafür, dass der Körper gewärmt und die Durchblutung angeregt wird. Um einen Kartoffelwickel herzustellen, gehen Sie wie folgt vor: Kochen Sie einige ungeschälte Kartoffeln und lassen Sie diese hinterher etwas abkühlen. Nun zerdrücken Sie die Kartoffeln mit einer Gabel und samt Schale. Das Quetschgut wird dann auf eine Mullbinde gestrichen. Das andere Ende der Mullbinde wird dazu verwendet, um den „Kartoffelbrei“ abzudecken. Anschließend wird der Wickel auf den Brustkorb gelegt. Damit sich die Wärme auch gut staut, wird das Ganze mit einem Handtuch abgedeckt. Lassen Sie den Kartoffelwickel etwa 60 bis 90 Minuten liegen. 

Kalter Wickel mit Quark 

Soll es stattdessen ein kalter Wickel werden, bietet sich handelsüblicher Magerquark an, welcher in jedem Supermarkt erhältlich ist. Ein Wickel mit Quark kühlt zum einen und wirkt sich entzündungshemmend auf die Schleimhäute aus. Wer einen Quarkwickel anwendet, kann das Abschwellen von Rötungen und Schwellungen der Schleimhäute beschleunigen. Der Quark sollte jedoch nicht direkt aus dem Kühlschrank stammen. Wenn Sie den Quark also gerade erst gekauft haben, lassen Sie diesen einige Zeit stehen, bis der Quark Raumtemperatur angenommen hat. Anschließend wird der Quark auf eine Mullbinde gestrichen. Tragen Sie den Quark dazu etwa einen Zentimeter dick auf. Das andere Ende der Mullbinde nutzen Sie dazu, die Quarkschicht abzudecken. Legen Sie den Wickel dann auf Ihren Brustbereich und decken diesen mit einem Handtuch ab. Damit sich die Wirkung optimal entfalten kann, sollte der Quarkwickel über Nacht getragen werden.

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