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Juckende Achseln – Ursache, Erkrankungen und Linderung

Tipp der Redaktion bei Juckenden Achseln:

Unsere Haut ist unser größtes Organ. Dabei liegt sie zu großen Teilen offen und ist daher vielfach ungeschützt äußeren Umwelteinflüssen ausgesetzt. Auch ist sie der Spiegel unserer Seele, und Erkrankungen in unserem Körper zeigen sich in Veränderungen unseres Hautbildes. Ist die natürliche Schutzbarriere gestört, so ist die Haut besonders verwundbar und reizempfindlich. Dies sorgt häufig für juckende Achseln mit Ausschlag oder ruft juckende Achseln ohne Ausschlag hervor.

Der Juckreiz

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Ein Juckreiz wird medizinisch auch als Pruritus bezeichnet. Juckreiz ist ein Symptom, welches an der Haut oder auch Schleimhaut auftreten kann. Ein Juckreiz zieht das Verlangen nach sich, sich kratzen, reiben oder scheuern zu wollen, um das Jucken abzustellen. Wenn die Achseln jucken und brennen und dieser Zustand länger anhält, so kann dies sehr quälend sein und es können offene Wunden und Narben durch das ständige Kratzen zurück bleiben. Die Ursachen eines Juckreizes können dabei sehr unterschiedlich sein. Nach Expertenmeinung gibt es mehr als einhundert Ursachen. Wer unter einem andauernden oder sehr starken Juckreiz leidet, der sollte auf jeden Fall einen Hautarzt aufsuchen, um die Ursache abzuklären und den Juckreiz zu bekämpfen. Liegt der Juckreiz schon mehr als sechs Wochen vor, so ist der Arztbesuch dringend zu empfehlen. Ab dieser Zeitspanne kann schon von einer chronischen Erkrankung gesprochen werden. Ein juckender Ausschlag wird im Körper durch die Mobilisierung aktiver Botenstoffe hervorgerufen. Unter ihnen ist auch das Histamin, ein Gewebshormon. Es gehört zu den stärksten Übermittlern von Juckreiz. Histamin befindet sich sowohl in der Haut als auch in den Schleimhäuten und den Nervenzellen oder Mastzellen.

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Die Formen

Es gibt grundsätzlich zwei Hauptformen des Juckreizes. Zum einen kann eine Hauterkrankung vorliegen. Dabei verändert sich das Hautbild und die Symptome sind meist äußerlich sichtbar in Form eines Ausschlages. Dies ist die häufigste Ursache für einen Juckreiz. Ein Juckreiz kann aber auch auf einer nicht erkrankten Haut entstehen. Dann liegen die Ursachen in anderen Bereichen. Besonders ältere Haut neigt schneller zu einem Juckreiz, da sie meist trockener ist. Die Ursachen sind hier oft vielfältiger und nicht so leicht zu diagnostizieren. Hier kann neben dem Hausarzt auch der Internist, Psychiater oder der Neurologe zu Rate gezogen werden.

Juckende Achseln

Wenn es unter den Achseln juckt, dann ist dies besonders unangenehm. Unter den Achseln befinden sich zum einen die Schweißdrüsen, zum anderen aber auch Lymphknoten und Blutgefäße. Dies führt dazu, dass der Bereich unter den Achseln beinahe immer feucht ist oder zumindest zu den feuchtesten Körperpartien gehört. Daher ist die Region auch anfälliger für juckende Achseln.

Die Symptome

Die Symptome juckender Achseln können vielfältig sein. Neben den eigentlichen juckenden Achseln treten häufig noch Begleitsymptome wie Unebenheiten, Abblätterungen, eine Krustenbildung oder auch Schwellungen und Ausschläge auf. Daneben kann es auch zu farblichen Veränderungen der Haut kommen. Ist die Hautpartie unter den Achseln stark beansprucht, dann kann dies auch zu Schmerzen führen. Es gibt auch einige andere Begleiterscheinungen für juckende Achseln, die sich nicht unmittelbar in der Achselregion zeigen. Hierzu gehören Husten, eine laufende Nase, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Hals- und Gelenkschmerzen sowie Fieber oder auch Steifheit.

Mögliche Ursachen

Mangelhafte Körperhygiene und juckende Achseln

Eine sehr häufige und auch leicht abzustellende Ursache für einen Juckreiz in der Achselhöhle ist eine mangelnde Hygiene. Wer sich also nicht regelmäßig unter den Achseln wäscht und diese Region sauber hält, der riskiert einen unangenehmen Juckreiz durch eine überproportionale Vermehrung schädlicher Bakterien. Die Bakterien wachsen hier besonders gut, da das Areal zum einen feucht ist und zum anderen auch warm – ein idealer Nährboden also.

Dermatitis und juckende Achseln

Als weitere Ursache für einen Juckreiz unter den Achseln kann auch eine Dermatitis vorliegen. Hierbei handelt es sich um eine allergische Hautreaktion. Meist wird diese ausgelöst durch Waschmittel oder Haushaltschemikalien sowie Seife oder Giftefeu. Eine Dermatitis tritt aber auch häufig im Winter auf, wenn die Haut besonders trocken ist und daher zu Rissen neigt. Einher geht dies meist mit einer übermäßigen Fettproduktion. Die Folge der Dermatitis sind Rötungen und Entzündungen auf der Haut. Dies wiederum führt zu einem Jucken unter den Achseln sowie einer Blasenbildung, einer Schuppung der Haut und einer Überempfindlichkeit.

Allergien und juckende Achseln

Eine Allergie entsteht durch eine Sensibilisierung des Immunsystems. Hierfür sind bestimmte Stoffe verantwortlich, auf die der Körper mit einer Abwehrreaktion reagiert. Das Allergen ruft die sogenannten Antikörper hervor. Unter anderem wird Histamin freigesetzt. Als Allergene können verschiedene Lebensmittel in Frage kommen wie auch chemische Substanzen oder pflanzliche Stoffe. Typischerweise entstehen Exzeme oder Quaddeln. Der Ausschlag ruft dann das juckenden unter den Achseln hervor.

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Eingewachsene Haare und juckende Achseln

Eingewachsene Haare können sehr unangenehm sein und dazu führen, dass Achseln jucken und brennen. In der Regel sind eingewachsene Haare die Folge einer Rasur. Dabei wurden einzelne Haare nicht richtig entfernt, so dass sie lediglich gebrochen sind und sich seitlich verbogen haben. So gerichtet können sie in die Haut einwachsen und zu kleinen Entzündungen und einem unangenehmen Juckreiz führen.

Die Rasur und juckende Achseln

Juckende Haut ist häufig eine Folge einer ungeeigneten Rasur. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen kann eine zu häufig durchgeführte Rasur die Haut irritieren. Oft treten Irritationen aber auch im Zusammenhang mit der Trockenrasur auf. Dies gilt besonders, wenn die Haut sehr empfindlich ist. Bei der Nassrasur ist zu beachten, dass die Haut und die Härchen gut eingeweicht werden. Hierbei hilft ein spezieller Rasierschaum. Zudem sollten die Klingen des Rasierers immer schön scharf sein. Mit einem stumpfen Rasierer kann man die Haut verletzen und die Härchen lassen sich nicht einwandfrei entfernen. Häufiges Schaben mit dem Rasierer irritiert die Haut. So kann ein juckender Ausschlag entstehen und es können Pickelchen und Unebenheiten auftreten.

Das Deo und juckende Achseln

Besonders wer unter einer empfindlichen Haut leidet sollte sein Deodorant mit Bedacht wählen. Viele Deos sind sehr aggressiv. Dies ist auf die immer stärker werdende Wirksamkeit zurückzuführen. 48h-Deos müssen ihre Wirkung auch halten. Entsprechend viele Zusatzstoffe werden bei der Herstellung auch verwendet. Auch kann die Haut auf diverse Inhaltsstoffe mit einer allergischen Reaktion reagieren. Wer seine Haut direkt nach der Rasur desodoriert, der riskiert ebenfalls die Entstehung von Hautirritationen. Zudem können auch die Schweißdrüsen verstopfen. Deos können weiter auch die Ursache sein für eine Dermatitis.

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Psoriasis und juckende Achseln

Bei Psoriasis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Diese äußert sich in einem schuppigen, roten und juckenden Hautbild. Dies liegt an einem übermäßig schnellen Zellaufbau an der Hautoberfläche.

Candida und juckende Achseln

Eine Candida-Infektion ist auch mehreren Bereichen des Körpers bekannt. Hierbei handelt es sich um eine Infektion mit dem Hefepilz Candida. Eigentlich gehört dieser Hefepilz zu unserem Körper. Vermehrt er sich allerdings zu stark, dann kann der Körper damit nicht mehr umgehen und es treten verschiedene Symptome und Reaktionen auf. Das Immunsystem ist dann zu geschwächt, so dass feuchte Hautarreale den idealen Nährboden für die Pilze bilden. Dies gilt auch für Achselhöhlen. Wer dann zusätzlich noch eng anliegende Kleidung trägt oder stark schwitzt, der schürt die Infektion und die Symptome verstärken sich.

Hidradenitis suppurative und juckende Achseln

Hierbei handelt es sich um einen Pickel, der in umgekehrter Form auftritt. Dabei sind die Haarfollikel blockiert, was zu einer Entzündung führt. Daraus entstehen dann Zysten und Abszesse unter der Haut. Es kann zu einem eitrigen Ausschlag kommen und die Abszesse können aufplatzen. Die Heilung dauert verhältnismäßig lange.

Miliaria Rubra und juckende Achseln

Hier handelt es sich um einen Hitzeausschlag. Die Ursache hierfür ist eine Blockade der Schweißdrüsen, woraufhin diese beginnen zu jucken und rote Pusteln zu bilden. Ein Hitzeausschlag kann unter anderem die Folge einer Bettruhe sein oder auch einer starken Hitzeeinwirkung.

Hyperhidrose und juckende Achseln

Bei der Hyperhidrose leiden die Patienten unter einem besonders starken Schwitzen. Durch diese dauerhaft hohe Feuchtigkeit im Achselbereich können die Bakterien besonders gut wachsen und einen Juckreiz auslösen. Es gibt verschiedene Ursachen für die Entstehung einer Hyperhidrose. Hierzu gehören Fettleibigkeit, Bewegung, Umweltveränderungen oder auch die Einnahme bestimmter Medikamente.

Intertrigo und juckende Achseln

Intertrigo ist ein Hautausschlag. Dieser bildet sich häufig in Hautfältchen oder auch in den Achselhöhlen. Die betroffene Haut fängt an zu jucken und ist gerötet. Daneben kann ein übel riechender Geruch entstehen. Intertrigo muss medizinisch behandelt werden, da sich ansonsten eine Pilzinfektion oder auch eine bakterielle Infektion bilden kann. Betroffen von dieser Erkrankung sind vor allem Menschen mit Fettleibigkeit, Diabetes oder einer mangelhaften Körperhygiene.

Geschwollene Lymphknoten und juckende Achseln

Unter den Achseln befinden sich besonders viele Lymphknoten. Diese werden im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Infektionen aktiv. Ist dies der Fall, dann kann es passieren, dass die Lymphknoten anschwellen. Dies wiederum kann zu einer Hautirritation sowie einem unangenehmen Juckreiz führen.

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Die Behandlung bei jucken unter den Achseln

Grundsätzlich kommt es natürlich auf die Diagnose an. Wenn eine Hauterkrankung zugrunde liegt, muss diese medizinisch behandelt werden, um die Symptome des Juckreizes zu stillen. Weiter ist es wichtig, die betreffenden Hautpartien nicht durch ständiges Kratzen weiter zu reizen. Durch das Kratzen können auch kleine Wunden entstehen, die wiederum die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen. Eine weitere Maßnahme ist das Auslassen der Rasur, da auch dies die Haut weiter reizt. Daneben sollten die Achselhaut immer gründlich sauber gehalten werden und möglichst trocken. Bei einer akuten Hautirritation sollte man auf den Gebrauch eines Deodorants verzichten, da dieses zu weiteren Reizungen führen kann. Dies gilt vor allem bei einer akuten Dermatitis. Alternativ kann man auch zu einem milderen Deo greifen. Grundsätzlich sanfter sind im Übrigen Deo-Roll-ons. Bei einer akuten Pustelbildung unter den Achseln können heiße Kompressen helfen. Hierdurch wird die Entwässerung der Haut gefördert. Je nach Ursache kann auch nach Rücksprache mit dem Arzt beispielsweise ein eingewachsenes Haar mittels einer Pinzette vorsichtig entfernt werden. Bei Hitzeausschlägen helfen Salben wie Hydrokortisoncremes. Um eine Candida-Infektion zu behandeln, sollte man zu topischen Antimykotika greifen. In manchen Fällen wie der Hidradenitis suppurativa helfen nur Antibiotika. In bestimmten Fällen kann es sogar angezeigt sein, einen operativen Eingriff durchzuführen. Liegt eine Dermatitis vor, so muss man den Auslöser finden und diesen beseitigen.

Hausmittel gegen juckende Achseln

Neben den oben genannten Behandlungsmöglichkeiten kann man den Juckreiz unter den Achseln aber auch mit bestimmten Hausmitteln bekämpfen. Hier eignen sich zum Beispiel kolloidale Haferflocken. Diese weicht man in Wasser ein und gibt sie für 20 Minuten auf die Haut. Dadurch werden die Irritationen bekämpft und der Juckreiz gelindert. Das Gleiche gilt auch für Kaltkompressen. Durch die Kälte wird die Haut sowohl betäubt als auch beruhigt. Natürliche Helfer sind zudem auch Teebaumöl, Vitamin E-Öl oder Aloe Vera. Diese trägt man auf die betroffenen Hautpartien auf, was diese beruhigt, die Entzündungen reduziert und den Juckreiz bekämpft. Eine Calamine Lotion ist ebenfalls ein tolles Mittel gegen den akuten Juckreiz. Vor dem Auftragen sollte die entsprechende Hautpartie gründlich gereinigt werden. Zudem empfiehlt sich eine kombinierte Anwendung mit einem Antihistaminikum. Die Hexen-Haselnuss wirkt im Übrigen auf die gleiche Art und Weise. Aufgetragen wird sie am besten mittels eines Wattebausches. Daneben gibt es noch weitere Hausmittel, die eine schnelle Linderung versprechen. Bei der Ernährung sollte man darauf achten, besonders viele C-Vitamine zu sich zu nehmen. Beim Kauf von Waschmittel ist es wichtig, dass dieses möglichst hypoallergen und parfümfrei ist. Um die Achselhöhlen trocken zu halten, kann man eine Schicht Backpulver auftragen. Zudem sollte man eine regelmäßige Körperhygiene einhalten und regelmäßig baden oder duschen.

Vorbeugung juckende Achseln

Vielen Ursachen einer juckenden Haut kann man schon mit einer sorgfältigen Körperhygiene zu Leibe rücken und vorbeugen, da dadurch die Zahl der infektiösen Bakterien auf der Haut minimiert wird. Nach der Wäsche sollte man darauf achten, dass die Hautpartie auch gründlich trocknet. Wenn man Probleme mit bestimmten Deos hat, dann sollte man diese weglassen und ersetzen. Ausschläge werden zudem durch das Tragen von synthetischen Stoffen begünstigt, da die Haut hierunter nicht mehr atmen kann, man schneller schwitzt und sich Feuchtigkeit und Wärme stauen. Daher sollte man wenn möglich zu atmungsaktiver Kleidung aus natürlichen Materialien wie Baumwolle greifen. Die Witterung hat auch einen Einfluss auf die Entstehung des Juckreizes. So wirken sich sowohl hohe Temperaturen als auch eine feuchte Luft unterstützend auf die Entstehung von Ausschlägen und Juckreiz aus. Daher sollte man es vermeiden, seinen Körper zu hohen Temperaturen auszusetzen. Feuchte Kleidung sollte man nach Möglichkeit regelmäßig wechseln. Juckende Achseln ohne Ausschlag sind ebenfalls möglich.

Tipp der Redaktion bei Juckenden Achseln:

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Der Gang zum Arzt

Einen Arzt sollte man immer dann aufsuchen, wenn sich die Ursache für juckende Achseln nicht finden und somit nicht beheben lässt und dieser Zustand länger anhält. Zudem sollte man dringend einen Arzt konsultieren, wenn noch weitere Symptome auftreten. Hierzu gehören vor allem Fieber, Schüttelfrost, Atembeschwerden, eine Veränderung des Bewusstseins, Gelenkschmerzen oder ein Steifheitsgefühl sowie ein Anschwellen von Mund und Gesicht.

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