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Birkenzucker: Was ist Xylit (Xylitol)?

Birkenzucker, Xylit oder auch Xylitol ist einfach ausgedrückt ein natürlicher zuckerfreier Zuckeraustauschstoff, als Lebensmittelzusatzstoff trägt es die Bezeichnung (E 967). Xylitol ist ein Zuckeralkohol mit vielen gesundheitlichen Vorteilen, der eine kristalline körnige Struktur mit einer Süße aufweist die mit Zucker vergleichbar ist.
Xylitol kommt in unserer Natur und in vielen unserer Obst- und Gemüsearten vor. Das Wort Xylitol stammt aus dem griechischen und setzt sich aus den Wörtern „Xylo-“ und „-Itol“ zusammen, „-Xylo“ bedeutet Wörtlich übersetzt  Holz und „-Itol“ steht für die Bezeichnung des Zucker Alkohols, zudem wird dieser von unserem eigenen Körper erschaffen.

Woraus wird Xylit gewonnen?

Xylitol wird in der Regel von Maiskolben oder Birken bezogen. Der Zuckeralkohol wird bevorzugt aus Mais gewonnen, da dieser vom Anbau her weniger Platz und Zeit benötigt. Zudem kann Xylit direkt aus den Abfällen der Maiskolben gewonnen werden, dass senkt die Produktionskosten und ist umweltfreundlicher.

Die Geschichte von Xylit

Im Jahr 1890 isolierte der französische Chemiker M.G. Bertrand erstmals eine Art Xylitsirup aus Weizen und Haferhalmen. Etwa zur selben Zeit extrahierte Emil Fischer und sein Doktorand Rudolf Stahel Xylit aus Buchenholzspänen.

Während des Zweiten Weltkriegs kam es in den skandinavischen Ländern zu einem Mangel an Zucker, was zur ersten weit verbreiteten Verwendung führte. Nach dem Krieg bemerkten die Zahnärzte in diesem Bereich eine Verbesserung der Mundgesundheit ihrer Patienten. Im Jahr 1960 verknüpften Wissenschaftler diese Verbesserung mit der Verwendung des Zuckeralkohols. Die Angehörigen der Gesundheitsberufe fragten sich, „Wie wirkt es auf den menschlichen Körper“?
Im laufe der nächsten 30 Jahre erfreute sich diese natürliche Süßung weltweit immer größerer Beliebtheit. In den 90er Jahren begannen Wissenschaftler, die Wirkung auf die Gesundheit, der oberen Atemwege zu beobachten. Jetzt werden die profunden Vorteile von Xylit durch tausende von klinischen Studien auf der ganzen Welt unterstützt.

Wofür kann Xylit verwendet werden?

Xylit wurde ursprünglich als natürliche Alternative zu Zucker mit einem Süßkraftverhältnis von 1:1 verwendet. Es hat praktisch keine Auswirkungen auf den Blutzucker- und Insulinspiegel. Zudem hat es etwa 40% weniger Kalorien als Zucker. Xylit befeuchtet und beruhigt die Haut, indem es Wasser auf die Hautoberflächen zieht. Einer der größten Vorteile ist, wie Xylit zweifach Bakterien bekämpft und ihren Wachstum einschränkt. Erstens: Xylit stört die Stoffwechselprozesse der Bakterien dies führt dazu, dass Bakterien nicht gedeihen oder ihr Nebenprodukt, die schädlichen Säuren produzieren können. Zweitens hat Xylit eine antihaftende Eigenschaft. Diese einzigartige Eigenschaft verhindert, dass Bakterien am Zellgewebe haften bleiben. Da Bakterien zum Wachstum am Gewebe haften müssen, kann Xylit ihre Wirkung ohne den Einsatz schädlicher Chemikalien oder Medikamente reduzieren.

Menschen mit Diabetes benutzen ihn deshalb gerne als Zuckerersatz.

Xylit wird wegen seiner feuchtigkeistspendenden und beruhigenden Wirkung auch bei trockenen Nasen- und Nasennebenhöhlen eingesetzt. In einem salzhaltigen Nasenspray kann es deswegen gut gegen Bakterien wirken.

Die am besten dokumentierte und erforschte Verwendung ist die der Mundgesundheit. Aufgrund der Fähigkeit, die Vermehrung von Bakterien zu hemmen, trägt es zur Förderung der Mundgesundheit und zur Einleitung des Remineralisierungsprozesses bei.

Nebenwirkungen von Xylit

Abhängig von Ihrem Verdauungssystem kann der übermäßige Verzehr eine abführende Wirkung haben. Allerdings  ist es jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hängt von  der konsumierten Menge ab, aus diesem Grund sollten Sie die Dosierung nach und nach langsam erhöhen.

Es ist jedoch gut zu wissen, dass unser Körper auf natürliche Weise Xylit produziert. Bei einem normalen Stoffwechsel produziert er täglich bis zu fünfzehn Gramm. Dies deutet darauf hin, dass der Körper im Allgemeinen versteht, was er mit dem Zuckeralkohol zu tun hat.

Xylit gefährlich für Haustiere!

Für einige Tiere wie beispielsweise: Hunde, Kaninchen, Ziegen kann es bei Einnahme gefährlich werden.

Ihnen fehlt ein wichtiges Enzym wodurch es zu schweren Leberschäden kommen kann.

Für Hunde ist eine Dosis von 5 g bereits Tödlich. Eine Zuckerlösung kann als Sofortmaßnahme helfen. Bringen Sie Ihr Tier in jeden Fall in eine Klinik sollte es Xylit gegessen haben.

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