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Zur Ruhe kommen 11 Tipps zur Erholung

Viele Menschen hegen den Wunsch mal wieder richtig zur Ruhe zu kommen und ihre dauerhafte Nervosität zumindest vorübergehend hinter sich lassen zu können. Wir haben in diesem Ratgeber die besten Tipps bei innerer Unruhe zusammengetragen. 

Wir alle kennen das Problem: Freunde treffen, Familie versorgen, Haushalt schmeißen, Termine wahrnehmen und das alles vor und nach der Arbeit. Viele Menschen planen ihren Alltag komplett durch und merken schnell, dass dies auf Dauer nicht funktionieren kann. Wer versucht, alles unter einen Hut zu bekommen, wird schnell hektisch, nervös und unruhig. Der notgedrungene Aktionismus sorgt dafür, dass sich psychische Unruhe breitmacht, welche die verschiedensten körperlichen Symptome aufweisen kann:

  • Verdauungsstörungen
  • Schlafprobleme 
  • Rückenschmerzen 
  • Erschöpfung 
  • Panikattacken u.v.m.

Doch an dieser Stelle gibt es etwas Positives zu berichten: Auch wenn Ihnen die nötige Ruhe im Laufe der Jahre verloren gegangen ist, so können Sie diese wieder erlernen. Wir wollen Ihnen die 11 besten Tipps vorstellen, wie Sie es schaffen können schnell wieder zur Ruhe zu kommen. Lesen Sie hier, wie Sie im stressigen Alltag abschalten und die leeren Akkus wieder aufladen können.

1. Machen Sie Atemübungen!

So profan es auch klingen mag, Atemübungen können tatsächlich dabei behilflich sein, zur Ruhe zu kommen. Klar, wir atmen ununterbrochen. Doch genau das ist der Knackpunkt. Wir atmen unbewusst und achten nicht darauf. Kommt es dann zu stressigen Situationen, weist uns der Körper darauf hin, indem wir das Bedürfnis verspüren, einmal tief Luft zu holen und ebenso tief wieder auszuatmen. Und genau das hilft dabei zur Ruhe zu kommen: Das bewusste und langsame, tiefe Ein- und Ausatmen. Legen Sie sich einfach entspannt auf den Rücken und atmen Sie langsam und tief ein. Im Idealfall halten Sie die Luft für ein paar Sekunden an. Wenn dies nicht sofort funktioniert, keine Sorge! Sie werden es lernen, wenn Sie regelmäßig „trainieren“. Atmen Sie anschließend ebenso langsam und tief aus. Sie werden feststellen, wie einfach es ist in einen tiefenentspannten Zustand zu verfallen. 

2. Essen Sie bewusst! 

Wir alle kennen das Problem: Auf der Arbeit ist noch sehr viel zu erledigen und das Mittagessen fällt aus, beziehungsweise wird mal eben schnell nebenbei heruntergeschlungen. Nicht nur dass der Genuss dabei auf der Strecke bleibt, wir neigen in solchen Situationen auch dazu, nicht ausreichend zu kauen. Die Verdauung beginnt im Mund, indem wir die Nahrung durch ausgiebiges Kauen auf den Magen vorbereiten. Nehmen Sie sich Zeit zum Essen! Zeit hat man nicht, man nimmt sie sich! Verzichten Sie in der Pause auf die Zigarette und bleiben Sie einfach drinnen. Setzen Sie sich an einen Tisch und ignorieren Sie den PC, das Smartphone, die Zeitung oder was Sie sonst noch vom Essen ablenken könnte und konzentrieren Sie sich vollständig auf Ihre Mahlzeit. Es dauert 20 Minuten, bis das Hungergefühl nachlässt. Wer zu schnell isst, läuft Gefahr in dieser Zeit zu viel zu essen. Das führt zur Trägheit und Sie werden müde. Das Weiterarbeiten nach der Pause fällt dann umso schwerer. Im Idealfall verzichten Sie auf Kohlenhydrate, da diese zusätzlich träge machen. Dazu zählen: 

  • Reis
  • Nudeln
  • Kartoffeln
  • Brot
  • Fertigprodukte

Bereiten Sie sich stattdessen einen Teller mit aufgeschnittenem Obst und Gemüse zu. Auf diese Weise können Sie auch nebenbei immer mal wieder snacken, ohne dass Sie dabei zu viel essen und müde werden. 

3. Verzichten Sie auf Kaffee!

Zugegeben, der Gedanke daran den Kaffeekonsum einzustellen, wirkt im ersten Moment unvorstellbar. Doch es gibt zahlreiche Experimente im Internet, bei denen die unterschiedlichsten Menschen den Selbstversuch gewagt und ihren Kaffeekonsum eingestellt haben. Das Ergebnis ist immer wieder dasselbe: Am Anfang ist es schwer. Doch nach ein paar Tagen werden Sie feststellen, dass Sie sich viel fitter fühlen und den Kaffee eigentlich gar nicht brauchen, um wach zu sein. Der Kaffeebedarf ist ein Trugschluss, welcher auf die Abhängigkeit von Koffein zurückzuführen ist. Koffein ist und bleibt ein Nervengift, welches eigentlich nichts im Körper zu suchen hat. Sofern Sie an den Placebo-Effekt glauben, können Sie es mit koffeinfreiem Kaffee versuchen. Sie werden schnell feststellen, dass ihre psychische Unruhe minimiert werden kann. 

4. Trinken Sie stattdessen grüne Smoothies!

Keine Frage: Ein grüner Smoothie wirkt nicht annähernd so verführerisch, wie eine Tasse frisch gebrühter Kaffee. Doch dessen Wirkung ist beeindruckend. Das ist wohl auch der Grund dafür, weshalb es sich beim grünen Smoothie nicht nur um ein Modegetränk handelt, sondern für viele inzwischen zur Lebenseinstellung geworden ist. Das enthaltene Chlorophyll (der grüne Pflanzenfarbstoff) sorgt dafür, dass der Körper besser entgiften kann. Das betrifft vor allem die Leber. Stellen Sie sich einmal kurz vor, was Ihre Leber täglich leisten muss. Das Organ muss nicht nur Nervengifte wie Nikotin, Alkohol oder Koffein abbauen, auch sämtliche Nahrungsmittel und sogar Emotionen müssen von der Leber verarbeitet werden. Sofern keine Pause eingelegt wird und immer wieder „Stoff nachgeschoben“ wird, ist die Leber im Dauereinsatz. Das bedeutet, dass nicht nur Sie zur Ruhe kommen müssen, auch Ihre Leber sollte es ab und an etwas ruhiger angehen dürfen. Das Chlorophyll in grünen Smoothies hilft der Leber beim Entgiften, was letztendlich dazu führt, dass Sie weniger hektisch, nervös und unruhig sind. 

5. Zur Ruhe kommen mit Baldrian 

Baldrian ist ein altbewährtes Heilmittel, wenn es darum geht zur Ruhe zu kommen. Im Gegensatz zu Beruhigungsmitteln, welche von Fachärzten und Allgemeinmedizinern nur ungern und bei wirklichem Bedarf verschrieben werden, wirkt Baldrian beruhigend, ohne dabei zu betäuben, tagsüber müde zu machen oder die Leistungsfähigkeit einzuschränken. Das bedeutet, dass Sie mit der Heilpflanze auf natürliche Weise zur Ruhe kommen können. Das Kraut wird meistens in Form von Dragees oder Tabletten zum Einnehmen angeboten. Alternativ gibt es das Heilkraut auch in Tropfenform. Damit haben Sie die Möglichkeit, ein paar Tropfen auf ein altes Handtuch oder eine Lappen zu träufeln, welches Sie zur Nachtruhe neben sich legen. Dadurch atmen Sie die ätherischen Öle ein und haben es leichter, zur Ruhe zu kommen. 

6. Die Klopftherapie 

Tipps bei innerer Unruhe klingen meistens banal. Das liegt daran, dass wir es gewohnt sind ein psychisches oder physisches Problem mit „chemischer Keule“ zu bekämpfen. Sanfte, natürliche und alternative Methoden wirken deshalb harmlos und werden bezweifelt. Vor allem, wenn es darum geht sich selbst zu beklopfen. Doch so unscheinbar diese Übung auch sein mag, so effektiv ist diese, wenn es darum geht zur Ruhe zu kommen. Dazu kreuzen Sie Ihre Arme und legen die Hände auf die Oberarme. Also die linke Hand auf den rechten Oberarm und die rechte Hand auf den linken Oberarm. Dann klopfen Sie leicht mit den Händen abwechselnd auf Ihre Oberarme. Wichtig: Immer abwechselnd und nicht zu schnell. Dabei handelt es sich inzwischen um eine anerkannte Therapieform, welche von Psychotherapeuten vermittelt wird, damit ihre Patienten mitten im Alltag zur Ruhe kommen können. Das abwechselnde Klopfen sorgt dafür, dass die beiden Gehirnhälften unabhängig voneinander agieren. Voraussetzung für eine erfolgreiche Klopfübung: Diese sollte mindestens sieben Minuten lang durchgeführt werden. Und machen Sie sich keine Gedanken, wenn Sie am Anfang aus dem Takt kommen. Übung macht den Meister. Und Sie werden feststellen, wie einfach es ist, zur Ruhe zu kommen. 

7. GABA – Neurotransmitter für ein besseres Schlafverhalten 

Um die Reizüberflutung im Alltag einmal hinter sich zu lassen und zur Ruhe zu kommen, bietet sich GABA an. Mit einem Anteil von etwa 30 Prozent im Gehirn, ist GABA der Transmitter welcher am häufigsten vorkommt. Ein entspannter Schlaf hängt unter anderem von der hemmenden Wirkung des GABA ab. Die Substanz hat eine beruhigende Wirkung auf die Synapsen in unserem Gehirn. Dies ist darauf zurückzuführen, dass GABA die produzierten Stress-Signale daran hindert, die motorischen Gehirn-Zentren zu erreichen. Das Glückshormon Serotonin spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um die GABA-Produktion im Gehirn geht. Die Prozesse genauer zu erklären, würde den Rahmen sprengen. Deshalb fassen wir uns kurz und empfehlen die Einnahme von GABA unmittelbar vor dem Zu-Bett-Gehen. GABA wird meistens in Form von Kapseln oder Dragees angeboten und ist zahlreich im Internet vertreten, wo Sie das Produkt ganz einfach und rezeptfrei bestellen können. 

8. Ein Fußbad kann Wunder wirken 

Ja, ein Fußbad ist mit etwas Aufwand verbunden. Doch wenn Sie sich diesen Aufwand geben, werden Sie es leichter haben, nach einem stressigen Tag zur Ruhe zu kommen. Die dauerhafte Nervosität kann mit regelmäßigen Fußbädern bekämpft werden und Sie werden feststellen, mit welch simplen Lösungen auch die psychische Unruhe vertrieben werden kann. Ein warmes Fußbad wirkt entspannend und wird mit der Zugabe von Baldrian-Tropfen umso wohltuender. Verwenden Sie eine Schüssel, in welcher Ihre Füße ausreichend Platz haben und wählen Sie eine Wassertemperatur, welche Sie als angenehm empfinden. Diese sollte nicht zu kalt und auch nicht zu heiß sein. Stellen Sie Ihre Füße in die Schüssel und legen Sie ein Handtuch über Ihre Knie, um die aufsteigende Wärme einzufangen. Lassen Sie sich währenddessen nicht ablenken und verzichten Sie auf TV, Zeitschrift und Co. Konzentrieren Sie sich auf die angenehme Wärme und atmen Sie dabei tief ein und aus. Ihre Füße hatten den Tag über viel zu tun und müssen ebenfalls zur Ruhe kommen. 

9. Alle Lichter aus! 

Jedes noch so kleine Licht hat enormen Einfluss auf unser Schlafverhalten und die Fähigkeit zur Ruhe zu kommen. Vermeiden Sie es deshalb vor dem TV einzunicken und stellen Sie – sofern vorhanden – den „Sleep Timer“ ein. Auch das Smartphone gehört nicht neben das Kopfkissen. Schalten Sie auf Flugmodus und legen Sie das Handy so weit wie möglich vom Bett entfernt. Radiowecker sind zwar praktisch, jedoch wirkt das leuchtende Display negativ auf den Bedarf zur Ruhe zu kommen. Das betrifft auch die Stand-by-Lampe des TV-Gerätes. Versuchen Sie sämtliche Lichtquellen im Schlafzimmer zu eliminieren und verdunkeln Sie Ihre Fenster am besten mit entsprechenden Rolläden. Denn das Schlafhormon Melatonin wird nur dann gebildet, wenn es dunkel ist. 

10. Schwitzen Sie die Unruhe aus! 

Die Lebensmittelchemie und die Verpackungsindustrie sorgen dafür, dass wir nicht zur Ruhe kommen. Zahlreiche Lebensmittel sind in Folie verpackt, welche die enthaltenen Weichmacher direkt an die Konsumgüter abgibt. Zusätzlich werden die verschiedensten Substanzen verwendet, um die Nahrung haltbar, geschmacksverstärkt, fließverbessert, getrennt, ansehnlicher oder massenhaft produzierbar zu gestalten. All die gehärteten Fette, Fließverbesserer, Trennmittel, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, sowie raffinierter Industriezucker und gebleichtes Mehl sorgen dafür, dass wir dauerhaft mit psychischer Unruhe zu kämpfen haben. Diese Giftstoffe werden wir am schnellsten los, wenn wir diese über die Haut abtransportieren, indem wir schwitzen. Regelmäßige Sauna-Besuche oder Sport können dabei behilflich sein, schneller zur Ruhe zu kommen. Wichtig: Nach dem Schwitzen gründlich abduschen, um alle Giftstoffe von der Haut zu entfernen. 

11. Optimieren Sie Ihre Verdauung 

zur ruhe kommen

Der Darm ist das Zentrum der Gesundheit und somit auch ein wesentlicher Faktor, wenn es darum geht zur Ruhe zu kommen und mehr Wohlbefinden zu erlangen. Die meisten Menschen nehmen zu wenig Ballaststoffe über die Nahrung auf, weshalb die Verdauung schwerfällig werden kann. Hier können Flohsamenschalen Abhilfe schaffen. Diese haben so gut wie keine Kalorien und eignen sich deshalb auch für eine kalorienreduzierte Ernährung. Dazu wird ein Teelöffel Flohsamenschalen in einem großen Glas Wasser aufgelöst und sofort getrunken. Anschließend werden zwei weitere Gläser Wasser hinterher getrunken. Das ist wichtig! Wenn Sie zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen, quellen die Flohsamenschalen auf, verfestigen sich und führen das Gegenteil, eine Verstopfung herbei. Dreimal täglich angewendet und mit viel Wasser verzehrt, kann die Verdauung schon nach 24 Stunden optimiert werden, was dabei hilft zur Ruhe zu kommen.

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