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Brennen im Magen – Ursache, Erkrankungen, Behandlung

Ein Brennen im Magen zählt sicherlich zu den unangenehmsten Magenerkrankungen, denn dieses äußerst sich nicht selten durch ein starkes Stechen im Magen. Magenbrennen kann allerdings die verschiedensten Symptome mit sich ziehen und so ist es sinnvoll, diese zu überprüfen, bevor weitere Schritte gegen das unangenehme Brennen im Magen eingeleitet werden. Im nachfolgenden Ratgeber wird deshalb genauer darauf eingegangen, wie ein Brennen im Magen überhaupt entsteht, wie sich dieses veräußert und wie dieses behandelt werden kann. Weiterhin wird erläutert, wie Magenbrennen vorgebeugt werden kann, sodass dieses erst gar nicht auftritt, folgender Beitrag könnte dich ebenfalls interessieren: Magenschmerzen nach dem Essen.

Magenbrennen – was wird darunter überhaupt verstanden?

Um verstehen zu können, ob es sich bei den eigenen Symptomen überhaupt um ein Brennen im Magen handelt, muss zunächst definiert werden, was Magenbrennen eigentlich ist. Es handelt sich dabei nämlich nicht um das Gleiche wie Sodbrennen. Beim Sodbrennen gelangt überflüssige Magenflüssigkeit in die Speiseröhre und macht sich hier durch ein unangenehmes Brennen bemerkbar. Beim Magenbrennen hingegen bleibt die Magensäure im Magen und fängt folglich an, hier zu brennen. Brennen im Magen wird also durch zu viel Magensäure ausgelöst. Schmerzt der Magen, so handelt es sich in nahezu der Hälfte aller Fälle um ein Brennen im Magen, welches durch eine Überproduktion an Magensäure ausgelöst wird. Es sollte hier darauf geachtet werden, wo die Schmerzen auftreten. Sind diese ausschließlich im Bereich des Magens anzuordnen, so kann mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Brennen im Magen ausgegangen werden. Dennoch kann ein Brennen im Magenbereich auch zusammen mit Sodbrennen auftreten. Daher sollte bei Ungewissheit stets ein Arzt aufgesucht werden, um abzuklären, ob es sich tatsächlich um Magenbrennen handelt. Das gilt gerade für den Fall, dass sehr starke Schmerzen auftreten.

Wie macht sich ein Brennen im Magen bemerkbar?

  • Stechen im Oberbauch
  • Übelkeit und Brennen
  • Appetitlosigkeit
  • Völlegefühl
  • Brennen hinter dem Brustbein
  • Zahnerosion
  • Entzündungen am Kehlkopf
  • Asthma

Die Symptome von Brennen im Magen können unterschiedlichster Natur sein. Typischerweise tritt ein Stechen im Magen auf. Das Stechen im Magen macht sich in der gesamten Magengrube bemerkbar, kann allerdings auch an einigen Stellen vereinzelt auftreten. So kann es auch zu einem Stechen im Oberbauch kommen. Bei einigen Personen, welche an einem Brennen im Magen leiden, tritt teilweise lediglich dieses Symptom auf. Ein Brennen im Magen und Übelkeit treten oftmals zusammen auf. So kann es auch dazu kommen, dass sich Erkrankte übergeben müssen. Wird besonders viel Magensäure aufgestoßen, so spricht dies ebenfalls für ein Brennen im Magen. Im Gegensatz zum Sodbrennen, kann das Brennen im Magen durch ein tieferes Stechen im Magenbereich wahrgenommen werden. Nicht selten kommt es neben dem starken Brennen und Übelkeit auch zu einem Völlegefühl. Erkrankte haben vielfach keinen Appetit beziehungsweise das Verlangen nach Essen. Der Magen fühlt sich teilweise an, als wäre dieser permanent gefüllt. Außerdem ist der Magen typischerweise in ständiger Bewegung.

So kann teilweise ein stetiges Knurren wahrgenommen werden. Aufgrund des hohen Gehaltes an Magensäure, bewegen sich die Magenwände nämlich und versuchen, die Magensäure loszuwerden. Viele Personen, welche an einem Brennen im Magenbereich leiden, verspüren direkt nach dem Essen ein Brennen hinter dem Brustbein. Es entsteht teilweise das Gefühl, dass das Brennen aus dem Magen bis zum Brustbein aufsteigt. Teilweise können Schmerzen sogar im Rückenbereich wahrgenommen werden. Seltener treten chronischer Husten oder Heiserkeit auf, wenn ein Brennen im Magen vorliegt. Ebenso können Entzündungen am Kehlkopf oder Asthma auf das unangenehme Brennen hindeuten. Darüber hinaus kann sogar eine Zahnerosion für das Brennen im Bereich des Magens sprechen. Wer sich bezüglich der auftretenden Symptome nicht sicher ist, sollte in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, um diese genauer zu untersuchen.

In welchen verschiedenen Formen kann ein Brennen im Magen auftreten?

  • selten und in unregelmäßigen Abständen -> tritt bei vielen Menschen auf und ist zunächst harmlos
  • ein bis zwei Mal pro Woche -> tritt bei jeder siebten Person auf
  • nahezu täglich -> Reflux-Krankheit

Brennen im Magen kann in Form verschiedener Arten auftreten. Zum einen kann dieses gelegentlich, allerdings in unregelmäßigen Abständen auftreten. Gelegentliches Brennen im Magenbereich kann beispielsweise direkt nach dem Essen auftreten. Tritt das Brennen gelegentlich auf, so ist dies zunächst nicht bedenklich. Gelegentliches Brennen im Magen tritt bei vielen Menschen auf und kann als normal eingestuft werden. Zum anderen kann das Brennen allerdings häufiger auftreten. Bei jeder siebten Person tritt ein Brennen und Stechen im Magen ein bis zwei Mal pro Woche auf. Bei dieser Art der Erkrankung ist eine ärztliche Behandlung schon von wichtiger Bedeutung, da sich die Beschwerden hier noch intensivieren können.

Tritt ein Brennen im Magen nahezu täglich über einen langen Zeitraum auf, so ist die Rede von einer Reflux-Erkrankung. Bei der Reflux-Erkrankung handelt es sich um das krankhafte Auftreten von einem Brennen im Bereich des Magens. Eine ärztliche Behandlung beziehungsweise eine Therapie ist hier nicht mehr auszuschließen und sollte sobald wie möglich angewandt werden, um die Beschwerden zu bekämpfen und in den Griff zu bekommen. Treten Beschwerden regelmäßig auf, so sollte auf keinen Fall abgewartet werden, da das Risiko auf eine Reflux-Erkrankung somit steigt. Die Behandlung einer Reflux-Erkrankung bedarf deutlich intensiveren Mitteln als die Behandlung von nur leichten Beschwerden.

Welche Ursachen kann ein Brennen im Magen haben?

  • falsche Ernährung
  • Rauchen
  • Alkoholkonsum
  • Einnahme von Medikamenten
  • Vorerkrankungen

Ein Brennen und Stechen im Magen kann durch die verschiedensten Ursachen zurückgeführt werden. Um die genaue Ursache feststellen zu können, ist ein Besuch beim Arzt daher unerlässlich. Häufig tritt ein Brennen im Bereich des Magens allerdings aufgrund einer falschen Ernährung auf. Wer sich über einen langen Zeitraum besonders fettreich und reichhaltig ernährt, erhöht das Risiko auf ein Brennen im Magen enorm. Besonders der Konsum von frittierten Nahrungsmitteln, Fast Food sämtlicher Art oder Süßigkeiten kann dazu beitragen. Es können aber auch bestimmte Nahrungsmittel für das Brennen verantwortlich sein, bei welchen eine Ursache zunächst nicht vermutet wird. Beispielsweise zählen dazu Gewürze, säurehaltige Lebensmittel oder auch kohlensäurehaltige Getränke wie Mineralwasser oder Softdrinks. Eine weitere häufige Ursache für die Entstehung von Brennen im Magenbereich kann im Rauchen gefunden werden. Raucher sind daher von einem höheren Risiko betroffen, an einem Brennen im Magen zu leiden als Nicht-Raucher. Gleiches gilt für Personen, welche häufig Alkohol konsumieren. Der Alkohol sorgt im Magen dafür, dass die Produktion der Magensäure angekurbelt wird. Dies führt letztendlich dazu, dass es zu dem unangenehmen Brennen kommt, wenn größere Mengen von Alkohol konsumiert werden.

Wer häufig Medikamente einnimmt, kann ebenfalls ein Brennen im Magen verursachen. Das gilt vor allem für starke Medikamente. Die empfindlichen Magenwände können diesen über einen längeren Zeitraum nämlich nicht standhalten und so kommt es oftmals zu einer höheren Produktion an Magensäure und folglich einem Brennen. Darüber hinaus können auch psychologische Faktoren für das Brennen im Bereich des Magens verantwortlich sein. Wer häufig sehr gestresst ist, kann das Brennen beispielsweise darauf zurückführen. Sogar eine Schwangerschaft kann zum Brennen im Magen führen. Gerade in den letzten Monaten der Schwangerschaft kann das Brennen auftreten. Des Weiteren gibt es gewisse Vorerkrankungen, welche für das Brennen im Magen verantwortlich sein können. Unter anderem zählen dazu Erkrankungen an der Speiseröhre. Genauso zählt zu den verantwortlichen Erkrankungen ein Zwerchfelldurchbruch.

Wie wird ein Brennen im Magen in der Regel behandelt?

Um dem Brennen im Magen entgegenzuwirken, können verschiedene Maßnahmen eingeleitet werden. Zum einen gibt es hier allgemeine Maßnahmen, welche helfen können, das Brennen zu bekämpfen beziehungsweise zu stoppen. Zum anderen gibt es ärztliche Maßnahmen, welche auch die Einnahmen von Medikamenten betreffen. Hausmittel gegen das Brennen im Magenbereich existieren ebenso. Wer an Magenbrennen leidet, sollte zunächst auf seine Ernährung achten und diese gegebenenfalls umstellen. Auf bestimmte Lebensmittel wie säurehaltige Früchte, Kaffee, Süßigkeiten, Softdrinks oder Fast Food sollte weitestgehend verzichtet werden. Außerdem sollte die letzte Mahlzeit des Tages einige Stunden vor dem Schlafengehen konsumiert werden, sodass dem Magen genügend Zeit bleibt, diese zu verdauen. Es kann zudem helfen, die Mahlzeiten über den Tag in mehrere kleine Portionen einzuteilen, sodass der Magen nie sehr große Mengen an Essen verdauen muss. Sport hilft ebenso dabei, dem Brennen entgegenzuwirken und gleichzeitig Gewicht zu verlieren. Die Gewichtsabnahme ist hier generell von wichtiger Bedeutung. Auf Alkohol und Nikotin sollte ebenfalls verzichtet werden. Außerdem kann es sinnvoll sein, Meditation oder entspannende Übungen anzuwenden, um möglichem Stress entgegenzuwirken. Personen, welche an einem Brennen im Magenbereich leiden, sollten darüber hinaus darauf achten, leicht erhöht zu schlafen.

Wie bereits erwähnt, sollte ein Arzt aufgesucht werden, sobald die Beschwerden häufiger auftreten. Dieser verschreibt in der Regel Medikamente, welche dem Brennen im Magen entgegenwirken können. Dazu zählt beispielsweise Antazida, welches dafür sorgt, dass die Magensäure neutralisiert wird. Prokinetika werden teilweise angewandt, um für eine schnellere Verdauung zu sorgen. H2-Rezeptor-Antagonisten wiederum helfen dabei, die Produktion an Magensäure zu dämmen. Je nachdem, welche Beschwerden vorliegen, kann der behandelnde Arzt allerdings andere Arten von Medikamenten verschreiben.

Nicht zuletzt kann auch eine Reihe verschiedener Hausmittel zur Anwendung kommen, um dem Brennen im Magen ein Ende zu setzen. Dazu zählen beispielsweise Teesorten wie Fencheltee, Kümmeltee oder Kamillenblütentee. Kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Haferflocken, Zwieback oder Weißbrot können außerdem die Magensäure binden und somit zu einer Verbesserung der Beschwerden sorgen. Kartoffeln wiederum können dafür sorgen, dass die Magensäure neutralisiert wird. Heilerde kann ebenfalls als effektives Hausmittel angewandt werden, denn diese bindet die Magensäure und weist gleichzeitig eine saugende Wirkung auf.

Mit welchen Methoden kann ein Brennen im Magenbereich vorgebeugt werden?

  • gesunde und ausgewogene Ernährung
  • langsam Essen und aufrecht sitzen
  • eiweißreiche Ernährung
  • Sport

Die Vorbeugung ist die beste Methode, um dem unangenehmen Brennen im Magen von Anfang an aus dem Weg zu gehen. Besonders effektiv ist hier eine bewusste Ernährung über einen langen Zeitraum. Sehr fettige, süße oder saure Lebensmittel sollten nur in kleinen Mengen konsumiert werden. Ausgewogen sollte die Ernährung in jedem Fall sein. Dementsprechend sollten Kohlenhydrate aus gesunden Nahrungsmitteln wie Reis, Nudeln, Haferflocken oder sämtlichen Vollkornprodukten aufgenommen werden. Vitamine und Mineralien sollten aus verschiedenen Obstsorten und Gemüsesorten bezogen werden. Gegessen werden sollte immer langsam und bewusst – die Nahrung sollte gründlich zerkaut werden, bevor diese heruntergeschluckt wird. So muss der Magen letztendlich weniger Arbeit ausrichten. Ein Brennen im Magen kann zudem durch ein aufrechtes Sitzen beim Essen vorgebeugt werden. So kann der Magen seine Arbeit unter möglichst wenig Anstrengung ausrichten und für eine effizientere Verdauung sorgen. Eine eiweißreiche Ernährung zählt ebenfalls als effektive Vorbeugung, denn durch diese wird die Magensäure konstant neutralisiert.

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