Opipramol Langzeitschäden

Opipramol – Langzeitschäden und tödliche Suizidversuche nach Einnahme

Bei der Diagnose von Depressionen setzen Ärzte oft unmittelbar auf die Behandlung mit Antidepressiva. Ein Wirkstoff, der oft als Problemlöser verschrieben wird, ist Opipramol. Doch obwohl das Ziel der Behandlung mit Opipramol die Beseitigung der depressiven Symptome ist, berichten die Medien immer öfter über Suizidfälle und Langzeitschäden im Zusammenhang mit der Einnahme von Opipramol.

In welcher Beziehung kann ein chemischer Arzneistoff, der zur Behandlung von Depressionen eingesetzt wird, Selbstmordgedanken auslösen und bleibende Schäden verursachen? Und zu welchen pflanzlichen Alternativen können depressive Menschen greifen, um eine Suchtgefahr und Opipramol Langzeitschäden auszuschließen? Die Beantwortung dieser Fragen erfolgt im Folgenden.

Was ist Opipramol, und wie wirkt es?

Opipramol ist ein trizyklisches Antidepressivum und wird in der Regel in Form des Medikamentes Insidon oder Opipram angewendet.

Opipramol Wirkung

Opipramol soll beruhigend und stimmungsaufhellend wirken. Doch bis heute ist die Opipramol Wirkung pharmakologisch nicht vollständig geklärt. Nach dem aktuellen Forschungsstand steht lediglich fest, dass das Medikament bestimmte Rezeptoren im Gehirn besetzt. Während der Einnahme kann Opipramol Nebenwirkungen, wie Sehstörungen, sowie zu Langzeitschäden verursachen und bei plötzlichem Absetzen Suizidgedanken hevorrufen.

Opipramol für Depression und Angststörungen

Angewandt wird das Medikament, neben der Therapie von Depressionen, besonders zur Linderung von Angststörungen. Obwohl Opipramol kein Schlafmittel, sondern ein Antidepressivum ist, wird dennoch Opipramol zum Schlafen bei Schlaflosigkeit und -problemen eingesetzt.

Opipramol Einnahmeform

Damit Opipramol Wirkung zeigt, müssen ein- bis dreimal täglich 50 bis 100 Milligramm des Wirkstoffs eingenommen werden. Dies kann oral mittels Tropfen oder Tabletten geschehen. Erst nach einer regelmäßigen Einnahme von circa zwei Wochen kommt es dazu, dass Opipramol Wirkung zeigt.

Bei kürzerer Einnahmedauer wird in der Regel nur eine leichte Beruhigung beobachtet. Die antidepressive Wirkung kommt erst nach längerer Einnahme, während bereits nach einigen Tagen der Therapie mit Opipramol Nebenwirkungen einsetzen können.

Opipramol Antidepressivum

Opipramol Dosierung

Es ist äußerst wichtig die angeordnete Dosierung von Opipramol nicht zu überschreiten, da eine Überdosis Opipramol zu Schockzuständen, Koma oder Herzversagen führen kann. So berichteten die Medien von mehreren vergiftungsbedingten Todesfällen aus dem Jahre 2008, die mittels einer Überdosis von Opipramol getätigt wurden.

Absetzerscheinungen bei Opipramol

Nach der Einnahme von Opipramol über einen längeren Zeitraum, sollte die Arznei nicht plötzlich abgesetzt werden. Es wird ein langsames Ausschleichen der Therapie sowie regelmäßige Kontrolltermine beim Arzt während dieser Periode empfohlen. Ein plötzliches Absetzen kann zu selbstverletzenden Verhalten bis hin zum Suizid führen und somit zu einer Verschlimmerung der Symptome beitragen. Sofern keine schrittweise Minimierung der Dosis über mehrere Wochen oder gar Monate hinweg erfolgt, kann die beruhigende Wirkung des Mittels ins Gegenteil umschlagen und vermehrt zu Ängsten und depressiven Verstimmungen bis hin zu Suizid führen.

Zu den häufigsten Absetzsymptomen gehören Herzrasen, Juckreiz und Rötungen am Körper sowie erneute Angstzustände und Schlafstörungen. Personen, die mit Opipramol Erfahrungen haben, berichten, dass die Absetzsymptome über einen Zeitraum von mehreren Monaten anhalten können.

Opipramol Nebenwirkungen und Gefahren

Dass Opipramol Nebenwirkungen, wie eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen Suizid haben kann, wurde bereits erwähnt. Allerdings sind dies keineswegs die einzigen Begleiterscheinungen. Häufig kommt es zu weiteren Nebenwirkungen, die dazu beitragen können, dass Opipramol Langzeitschäden verursacht. Zwar findet sich in der Packungsbeilage eine Übersicht über die Opipramol Nebenwirkungen, aber es ist unklar, ob diese Übersicht wirklich vollständig ist.

Häufige Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen sind neben Herz-Kreislauf-Problemen, trockenen Schleimhäuten sowie Leberfunktions- sowie Sehstörungen.

Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen, aufgrund der trockenen Schleimhäute, Mundtrockenheit, verstopfte Nase und Verstopfungen. Weitere Nebenwirkungen können Herzrasen, Herzklopfen und Müdigkeit sein. Letztere ist auch der Grund, wieso häufig Opipramol zum Schlafen verwendet wird. So nehmen einige Patienten abends Opipram 50 mg zum Schlafen ein (siehe Frage: Kann man mit Opipramol besser schlafen?). Des Weiteren kann Opipramol Gewichtsabnahme fördern, aber auch zu Gewichtszunahme beitragen.

Opipramol Langzeitschäden

Zwar verschwinden die meisten Nebenwirkungen häufig wieder, wenn Opipramol abgesetzt wird. Trotzdem kann die Einnahme von Opipramol Langzeitschäden verursachen.

Leberwertveränderung bei Opipramol

Weil Opipramol über die Leber abgebaut wird, kann es einerseits zu irreversiblen Leberschädigungen kommen. Andererseits wird der Stoff über die Nieren ausgeschieden. Deshalb kann es auch zu Schädigungen der Nieren kommen. Gefährlich hierbei ist, dass es dabei anfangs zu keinen Schmerzen in der Leber oder der Niere kommen muss und der Schaden erst unbemerkt bleibt. Deshalb sollten, während der Einnahme, immer wieder die Leberwerte überprüft werden und die Einnahme unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Gedächtnisprobleme bei Opipramol

Des Weiteren kann eine Opipramol Therapie zu einer Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit führen. Folglich kann es zu einer verlangsamten Reaktionsgeschwindigkeit, Vergesslichkeit, Aufmerksamkeitsstörungen sowie zunehmender Konzentrationsschwäche kommen.

Sehstörungen bei Opipramol

Zudem berichten Patienten, die mit Opipramol Erfahrungen haben, neben geschwollenen und geröteten Augen, dass durch die Opipramol Einnahme der Augeninnendruck steigt. Den Augen würde es, laut ihren Aussagen, schwer fallen, sich veränderten Sehabständen anzupassen.

Opipramol Suizid und Vergiftung

Die Opipramol Nebenwirkungen, die in den ersten Wochen bis Monaten der Einnahme gehäuft auftreten, verschlimmern oft die Ausgangslage der Betroffenen und können sich negativ auf den Depressionsgrad auswirken. Wenn zu ihren bereits bestehenden Sorgen, zusätzlich die Nebenwirkungen des Medikaments auftreten, zeigt sich folglich eine gegenteilige Wirkung als ursprünglich beabsichtigt wurde.

Gefährlich sind solche Situationen besonders, da Opipramol in einer Überdosis zum Selbstmord genutzt werden kann. Der Gedanke an Suizid bei schweren Depressionen oder Verzweiflung, zusätzlich bedingt durch die Opipramol Nebenwirkungen, kann leider naheliegend sein. Es sind bereits viele Fälle bekannt, bei denen mittels Opipramol Selbstmord begangen wurde. Bereits 1967 erschien in einer Fachzeitschrift ein Artikel über Selbstmord im Zusammenhang mit der Einnahme von Opipramol. Seitdem gibt es immer wieder Selbstmordversuche durch Opipramol, die oft nicht an die Öffentlichkeit kommen und folglich nicht wahrgenommen werden. Im Jahr 2013 berichteten die Medien erneut über einen vergiftungsbedingten Todesfall durch Opipramol, der sogar vor Gericht landete.

Des Weiteren ist zu erwähnen, dass sogar im Beipackzettel vom Medikament Insidon von Suizidversuchen in Zusammenhang mit der Einnahme von Opipramol die Rede ist.

Suizid durch Opipramol

Wechselwirkungen von Opipramol

Mit vielen anderen Medikamenten wie Neuroleptika, Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern oder MAO-Hemmern bestehen Wechselwirkungen bei der Einnahme von Opipramol. Außerdem darf das Medikament keineswegs bei gewissen Vorerkrankungen, wie Leber- oder Nierenerkrankungen, angewendet werden. Aus diesem Grund ist ein ausführliches Gespräch mit einem Facharzt unabdingbar, um bei der Einnahme von Opipramol Langzeitschäden möglichst auszuschließen. Des Weiteren kann Alkohol die Wirkung des Medikamentes verstärken und sollte während der Einnahme gemieden werden (siehe Frage: Wozu können bereits geringe Mengen Alkohol führen?).

Zugang zu Opipramol

Opipramol ist nur mit einem Rezept in der Apotheke erhältlich. Weil das Medikament nicht als Betäubungsmittel gilt, reicht hier ein normales Kassenrezept aus. Es wird kein Betäubungsmittelrezept benötigt.

Dennoch gibt es immer wieder Anbieter im Internet, die Opipramol auch ohne Rezept anbieten. Von solchen dubiosen Angeboten ist allerdings abzuraten, weil Opipramol Langzeitschäden verursachen kann und – wenn überhaupt – nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden sollte. Kritisch ist hierbei auch zu sehen, dass viele Ärzte diesen Wirkstoff sehr leichtfertig verschreiben. Aus diesem Grund sollte jeder, der ein Rezept für die Arznei besitzt, vor Beginn der Therapie über Alternativen nachdenken, um mögliche Nebenwirkungen und Langzeitschäden auszuschließen.

Verschreibung von Opipramol

Natürliche Alternativen zu Opipramol

Neben Opipramol gibt es eine Reihe weiterer Antidepressiva, die jedoch nicht weniger Nebenwirkungen und Langzeitschäden aufweisen und meist noch gefährlicher sind. Aufgrund der Schäden durch Antidepressiva sowie ihrer Nebenwirkungen, sollte jedoch, wenn möglich, auf natürliche Alternativen gegriffen werden. Ein bekanntes pflanzliches Mittel gegen Depression und Angstzustände ist Johanniskraut. Dieses pflanzliche Mittel wurde sogar vom Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde zur „Arzneipflanze des Jahres 2015“ gewählt und hat deutlich weniger Nebenwirkungen und Suchtpotential als Opipramol.


Eine weitere Alternative ohne Nebenwirkungen ist das Nahrungsergänzungsmittel 5-Hydroxytryptophan (5-HTP). Diese Aminosäure, die auch in verschiedenen Bananensorten vorkommt, ist eine direkte Vorstufe von Serotonin. Weil der Körper folglich aus ihr Serotonin herstellen kann, hat 5-HTP eine beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung.

Wird Opipramol zum Schlafen verwendet, wäre Baldrian eine gute Alternative. Die Wurzel dieser Pflanze kann mit deutlich geringeren Nebenwirkungen das Ein- und Durchschlafen fördern.

FAQ – Häufige Fragen

Ist Opipramol ein starkes Medikament?

Auch wenn Opipramol weniger stark antidepressiv, sondern vielmehr beruhigend und angstlösend wirkt, gilt das Medikament nach Erfahrung als ein starkes Medikament. Die ersten Wirkungen zeigen sich erst nach zwei Wochen Therapie. Zwar kann die Wirkung von Opipramol von Person zu Person variieren, doch berichten nahezu alle Betroffenen von starken Nebenwirkungen. Aus diesem Grund sollten Patienten bei der Einnahme von Opipramol vorsichtig sein und sich ausreichend über die Nebenwirkungen erkundigen.

Kann man mit Opipramol besser schlafen?

Besonders gerne wird Opipram 50 mg zum Schlafen verwendet. Die sedierende Wirkung von Opipramol setzt nach etwa einer Stunde ein und macht müde. Diese eigentliche Nebenwirkung von Müdigkeit lässt viele Patienten Opipramol zum Schlafen einnehmen. Hiervon ist jedoch abzuraten, da es durchaus weniger gefährliche Schlafmittel auf dem Markt gibt.

Wozu können bereits geringe Mengen Alkohol führen?

Alkohol und Opipramol sind eine äußerst gefährliche Kombination. Alkohol ist in der Lage die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und genauso wie Opipramol im Gehirn seine Wirkung zu entfalten. Die Wirkungen der beiden Substanzen können sich daher potenzieren. Eine kleine Menge Alkohol kann bereits zu starkem Schwindel, Benommenheit und zur Verschlimmerung der Symptome führen. Aus diesem Grund sollte während der Behandlung mit Opipramol auf Alkohol und alkoholische Säßigkeiten weitestgehend verzichtet werden.

Worin besteht der Unterschied zwischen Opipramol und herkömmlichen Antidepressiva?

Die klassischen Antidepressiva hemmen die Wiederaufnahme bestimmter Botenstoffe im Gehirn. So wird zum Beispiel Serotonin dort nicht mehr in die Zellen aufgenommen, verbleibt länger im synaptischen Spalt und sorgt für eine stimmungsaufhellende Wirkung. Im Gegensatz dazu bindet sich Opipramol an bestimmte Rezeptoren im Gehirn und kann auf diese Art und Weise seine antidepressive und beruhigende Wirkung erzielen.

Fazit – Wie gefährlich ist Opipramol?

Bei der Einnahme von Opipramol als Antidepressivum ist Vorsicht geboten. Wer mit Opipramol Erfahrungen sammelte, wurde häufig durch die starken Nebenwirkungen, die bis zum Suizid führen konnten, abgeschreckt. Auch andere Gründe zur Einnahme, wie dass Opipramol Gewichtsabnahme begünstigen kann, überwiegen nicht die Nebenwirkungen und mögliche Langzeitschäden. Einige Patienten nehme sogar Opipramol zum Schlafen, obwohl auf dem Markt gesündere und risikoärmere Mittel als Opipram 50 mg zum Schlafen erhältlich sind. Eine pflanzliche Alternative für Patienten, die Opipramol wegen ihrer stimmungsaufhellenden Wirkung einnehmen, ist 5-Hydroxytryptophan (5-HTP). Des Weiteren sollte Opipramol, aufgrund von Gefahren, niemals mit Alkohol kombiniert und auf mögliche Nebenwirkungen während der Einnahme geachtet wird. Regelmäßige Arztbesuche und Blutuntersuchungen sind während einer Behandlung mit Opipramol, aufgrund der Opipramol Langzeitschäden, ratsam. Dann lässt sich das Medikament häufig noch rechtzeitig, aber dennoch langsam, absetzen.

Auch ist zu erwähnen, dass bei der Behandlung von Angststörungen oder Depressionen nicht zwingend Antidepressiva erforderlich sind und, neben pflanzlichen Präparaten, auch gewisse Denk- und Handlungsmuster bei der Bewältigung von Krisen helfen. Anstatt sofort zu Arzneimitteln mit vielen Nebenwirkungen zu greifen, ist es manchmal ratsam in sich zu kehren und zu überlegen, wie man das Problem anders beseitigen kann. Denn eins ist klar; jede Depression endet, genau so wie jede Angst- oder Schlafstörung unter Kontrolle gebracht werden kann.

Antidepressiva ist gefährlich

3 comments

  • Das kann ich bestätigen, schon öfter Antidepressiva genommen und jedes leide ich unter extremer „Traurigkeit“ ich fühle mich einsam obwohl mein Ehemann und meine Kinder bei mir sind, nach zwei Wochen verschwinden dann diese Erdrückenden Gefühle wie von Geisterhand.

    Grüße Anke

  • Ich hab in meinem Leben leider schon mehrere Antidepressiva einnehmen müssen. Opipramol habe ich wirklich gaar nicht vertragen. Ich hatte wohl alle Nebenwirkungen, die es gibt. Natürlich ist jeder Körper anders, aber ich würde niemandem die Einnahme von Opipramol empfehlen. Vor allem nachdem ich erfahren habe welche Langzeitschäden entstehen können, hat mich das auch noch abgeschreckt. Ich bin zwar leider noch nicht ganz los von Antidepressiva aber nehme jetzt 5 HTP und dosiere meine Antidepressiva runter. 5 HTP ist echt cool und interessant. Kannte dieses Mittel gar nicht. Jetzt nehme ich es täglich ein 🙂